Der Grund? Ganz einfach! Alain Geiger versuchte, den Transfer des 19-jährigen Stürmers Mickael Almeida zum FC Aarau zu verhindern. Der Reihe nach: Sion-Boss Christian Constantin und FCA-Sportchef Sandro Burki waren sich über die Modalitäten des Leihvertrags bis Ende Saison 2018/19 einig. Selbst Almeida sagte, dass er gerne zum FC Aarau wechsle und für ihn die Sache klar sei. Zu diesem Zeitpunkt fehlten einzig noch die Vertrags-Unterschriften der beiden Klubs.

Alles klar? Nein! Geiger wusste vom bevorstehenden Deal zwischen Sion und Aarau, liess aber nicht locker und wollte den portugiesischen U20-Nationalspieler im letzten Moment zu Servette zu lotsen. Er telefonierte mit Constantin. Zum Glück für den FC Aarau sprach Constantin Klartext: „Alain hatte grosses Interesse an einer Verpflichtung von Almeida, aber ich machte ihm klar, dass er in der nächsten Saison für Aarau spielt. Daran gab und gibt es nichts zu rütteln.“

 Was Geiger gemacht hat, ist im Fussballgeschäft zwar üblich, aber alles andere als die Art des feinen Mannes. Er hätte sich besser früher von den Qualitäten Almeidas überzeugt. Schliesslich spielte der portugiesische U20-Nationalspieler beim FC Sion, also quasi direkt vor der Haustüre von Geiger. Mit seiner Grätsche gegen den FC Aarau hat sich der frühere FCA-Trainer im Brügglifeld mit Sicherheit keine Freunde gemacht. Im Gegenteil.​

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