42 Prozent der Deutsche glauben gemäss einer Umfrage der ARD an einen erneuten WM-Titel. Erst zweimal in der WM-Geschichte konnte ein Weltmeister vier Jahre später ein zweites Mal jubeln: Italien 1934 und 1938 sowie Brasilien 1958 und 1962. Die deutsche Mannschaft zweifelt ohnehin nicht an ihren Fähigkeiten, wenngleich die letzten beiden Tests enttäuschend ausfielen. Einer 1:2-Niederlage gegen Österreich folgte ein blutleeres 2:1 gegen Saudi-Arabien.

"Wir haben oft genug bewiesen, dass wir da sind, wenn es zählt", sagt Mittelfeldspieler Toni Kroos. Und auch Coach Joachim Löw schlägt in dieselbe Kerbe: "Es wird schwierig gegen Mexiko, aber ich bin optimistisch. Wir werden Lösungen finden."

Erfolgreiche Auftaktspiele bei WM-Endrunden haben für die deutschen Kicker Tradition. Nicht nur Champions-League-Sieger Kroos weiss: Egal, wie die Vorbereitung läuft, wenn es im Turnier losgeht, ist die Mannschaft fast immer hellwach. Unrühmliche Ausnahme: 1982 gab es gegen Algerien ein peinliches 1:2 - bis heute die einzige Niederlage in 18 Auftaktpartien, von denen 13 gewonnen wurden.

Seit der Jahrhundertwende präsentiert sich die deutsche Serie der Startspiele besonders beeindruckend. 2002 gelang mit dem 8:0 gegen Saudi-Arabien der bisher höchste Sieg, das "Sommermärchen" 2006 eröffnete der Gastgeber mit einem 4:2 gegen Costa Rica, vier Jahre später gab es ein 4:0 gegen Australien. In Brasilien startete die DFB-Auswahl 2014 mit einer 4:0-Gala gegen Portugal ins Turnier - es endete mit dem vierten WM-Triumph für Deutschland.

Die Mexikaner wollen nicht vor Angst erstarren. "Niemand ist unbesiegbar", meint Carlos Salcedo, der als Verteidiger von Eintracht Frankfurt die Bundesliga bestens kennt. Mexikos primäres Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen. Dies hat man seit 1994 sechs Mal in Serie geschafft. Die weiteren Gruppengegner sind Schweden und Südkorea, die erst am Montag zu ihrem ersten Einsatz kommen.