Dieser hat am Dienstagabend fast aus dem Nichts mit einer bemerkenswerten Mentalität das wichtigste Spiel der Klubgeschichte gedreht und es mit 2:1 gewonnen. Damit ist YB für seine grossen Anstrengungen, das Meisterkader zusammenzuhalten, belohnt worden. Der Erfolg ist insofern eine kleine Sensation, weil es noch keine zwei Jahre her ist, dass YB in einer grossen Krise war und sich von Sportchef Bickel und Verwaltungsrat Siegenthaler trennte.

Die erstmalige Qualifikation für den wichtigsten Klubwettbewerb kann deshalb als Krönung einer starken Entwicklung unter CEO Greuel, Sportchef Spycher sowie der Mannschaft inklusive Trainerstab betrachtet werden. Sie zeigt eindrücklich, was mit smarter Arbeit in einer relativ kurzen Zeitspanne möglich ist.

30 Millionen Franken liegen für YB nun bereit, dazu kommt die Wertsteigerung des Kaders im grössten Schaufenster Europas. Es ist die Chance, einen Schritt näher an den Krösus FC Basel heranzukommen. Doch YB ist demütig genug, diese Kampagne nicht als Angriff auf die Basler zu sehen, die nach sieben Auftritten in der Königsklasse finanziell noch immer auf einem anderen Niveau anzusiedeln sind. YB betrachtet die Champions League einfach als grosse Unterstützung für seine weitere Entwicklung. YB will Reserven schaffen, damit die Besitzerfamilie Rihs keine Löcher mehr stopfen muss. YB ist gut auf die Champions League vorbereitet.

Ein Gewinner neben Gelb-Schwarz ist auch der Schweizer Fussball. Die Teilnahme an der Champions League stärkt das Image der Super League. Und hilft der Schweiz, sich im Ranking des Uefa-Koeffizienten zu behaupten, der ausschlaggebend für die Startplätze im Europacup ist.