Nach Absprache mit seinem Goalietrainer Massimo Colomba hat Yann Sommer heute Morgen fünf Tage früher als der Rest der FCB-Nationalspieler das Vorbereitungstraining auf die neue Saison aufgenommen. «Wäre ich auch erst am 2. Juli gekommen, hätte ich nicht einmal zwei Wochen Zeit gehabt bis zum ersten Spiel gegen Aarau (13. Juli; d. Red.). Das hätte mir als Goalie nicht gereicht», sagt Sommer, der sich nach dem Mittagessen Zeit für einige Fragen nahm.

«Fiorentina ist ein attraktiver Klub»

Ob er gegen die «Rüebliländer» wirklich im Tor des FCB stehen wird, steht noch nicht hundertprozentig fest. Bislang waren es nur Gerüchte, die von italienischen Medien verbreitet wurden, nun bestätigt Yann Sommer diese. «Es gibt ein paar wenige Anfragen. Konkretes Interesse hat aber nur die AC Fiorentina», sagt er.

Der Serie-A-Klub also, zu dem wohl Bayern-Stürmer Mario Gomez wechseln wird. «La Viola» (die Violette, in Anlehnung an die Trikotfarbe) beendete die abgelaufene Saison auf dem vierten Rang und spielt in der kommenden Spielzeit in der Europa League.

«Florenz ist eine attraktive Stadt, die Serie A eine gute Liga und der Klub steht auf gesunden Beinen», begründet Sommer, warum er sich näher mit dem Angebot der Italiener beschäftigte. «Als Spieler aus der Super League wäre alles andere fast schon wahninnig.» Das Interesse eines solchen Klubs ist für Sommer auch eine Bestätigung für die gezeigten Leistungen in den letzten Jahren.

Ab sofort liegt die Konzentration auf dem FCB

Neben Aleksandar Dragovic (wohl zu Inter Mailand) und Valentin Stocker (Leverkusen?) ist Sommer der meistgenannte FCB-Spieler, wenn es um einen Transfer ins Ausland geht. «Ich habe das erste Mal in meiner Karriere konkret mit dem ganzen Prozedere zu tun. Dementsprechend sorgfältig wäge ich alle Nach- und Vorteile ab», sagt Sommer, der ständig Rücksprache mit seinem Berater und seinem Vater hält.

Doch seit heute wolle er sich nicht mehr allzu fest mit den Angeboten beschäftigen. «Ich bin jetzt wieder im Training beim FCB und konzentriere mich voll darauf.» Er betont, dass er noch zwei Jahre Vertrag in Basel habe und sich dort sehr wohl fühle. «Aber, das ist bekannt, im Fussball kann es sehr schnell gehen und ich will nichts ausschliessen.»

Sollte er beim FCB bleiben, will er als erstes Saisonziel unbedingt die Champions League erreichen. «Wir haben vier Spiele, die wir gewinnen müssen. Ich will unbedingt wieder die Hymne der Königsklasse hören.» Langfristiger seien natürlich der fünfte Meistertitel in Serie und die Rückeroberung des Cups in seinem Fokus.