Die Haftstrafe ist nicht die einzige Sanktion gegen José Maria Marin: Die Richterin Pamela Chen legte an einem Gericht in New York am Mittwoch fest, dass der 86-Jährige rund 1,2 Millionen Dollar Strafe zahlen muss und rund 3,3 Millionen seines Vermögens gepfändet werden sollen.

Ein Geschworenengericht hatte Marin bereits im Dezember für schuldig befunden, in seiner Zeit als oberster Fussball-Funktionär Brasiliens Schmiergelder in Höhe von rund 6,5 Millionen Dollar angenommen zu haben.

"Das Verhalten von Herrn Marin hat das Vertrauen der Öffentlichkeit in den professionellen Fussball zerstört", sagte Richterin Chen. "Er und seine Mit-Verschwörer waren der Krebs des Sportes, den sie angeblich liebten." Marin sass seit dem Urteil in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn und zuvor schon zeitweise in einem Gefängnis in der Schweiz, deswegen hat er schon 13 Monate seiner Strafe abgesessen.

Gemeinsam mit Marin waren 2015 im Zuge des Skandals um den Fussball-Weltverband unter anderen zwei weitere Fussball-Funktionäre festgenommen worden: Der Paraguayaner Juan Angel Napout wurde in New York gemeinsam mit Marin der Korruption für schuldig befunden, sein Strafmass steht noch aus. Der peruanische Ex-Funktionär Manuel Burga wurde dagegen freigesprochen.