Raphael Wicky sagte es schon vor dem Spiel. Bei einer Niederlage ist nicht immer alles schlecht. Und genau das bewahrheitete sich beim 0:3 des FC Basel gegen Manchester United. Es gab durchwegs auch positive Aspekte im Spiel der Basler. Dies betonten alle geschlossen nach dem Match. Hier die wichtigstens Stimmen zum ersten Gruppenspiel des FCB in der Champions League.

Manchester United – FC Basel 3:0: Alle Goals und die wichtigsten Momente der Champions-League-Partie

FCB-Captain Marek Suchy: "Für mich war es eine gute Performance. Ich finde wir hätten es verdient gehabt, auch noch ein Tor zu erzielen. In diesem Punkt fehlte und etwas das Glück. Es ist schade, dass es nicht geklappt hat. Wir waren immer unter Druck, sie sind wirklich stark, das wussten wir. Und sie haben auch sehr grosse Spieler, das ist schwer zu verteidigen, wie man bei den ersten beiden Toren gesehen hat. Sie wissen genau wie sie den Körper einsetzen müssen. Es gab für uns aber auch positive Punkte. Das Spiel mit dem Ball war gut, das war auch auf dem Platz schön anzusehen. So haben wir gemerkt, dass wir auch gegen solch ein Team unseren Fussball spielen können."

FCB-Mittelfeldspieler Taulant Xhaka: "Wir haben sehr gut gespielt und haben auch unsere Chancen gehabt. Die müssen wir nur noch nutzen. Ich denke wir können zufrieden sein, in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Wir nehmen diese Erfahrung mit und haben gesehen, dass wir gegen die Besten mithalten können."

FCB-Flügelspieler Renato Steffen: "Ich bin stolz, wie wir gefightet haben. Wir haben an uns geglaubt. Die Mannschaft hat ein Bild abgegeben, das ich auch sehen will, wenn wir keine Sterne auf dem Trikot haben. Diese Mentalität müssen wir jeden Tag zeigen. Wir nehmen sicher auch Selbstvertrauen mit. Dieses war nach dem Spiel gegen Lausanne nicht so gross."

FCB-Trainer Raphael Wicky: "Klar bin ich enttäuscht über das Resultat, weil es am Ende 3:0 für Manchester United steht. Das ist natürlich nicht das, was wir wollten. Ich bin aber nicht enttäuscht über meine Mannschaft, sondern nur über das Resultat. Wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt. Wenn wir Probleme hatten dann öfters über unsere linke Seite und ihre rechte mit Ashley Young. Ich denke aber nicht dass das an einem Spieler hängt, wenn Fehler gemacht werden, sondern am Kollektiv. Wie beim 0:1 ist es meistens eine Reihe von Fehlern. Die Flanke von Young müssen wir verhindern, das war der entscheidende Moment. Wenn dann so eine gute Flank kommt ist das in der Mitte gegen diese grossen und wuchtigen Spieler schwierig zu verteidigen. Ich nehme aus diesem Spiel mit, und das habe ich auch den Spielern gesagt, dass ich eine Mannschaft gesehen habe, die lernt, die zusammen gekämpft und zusammen gelitten hat. Anfangs waren wir mit dem Ball etwas ängstlich, das hat mir nicht hundert Prozent gefallen. Das habe ich auch in der Pause angesprochen. Aber insgesamt nehme ich mit dass das Team nicht auseinander gefallen ist und zusammen gearbeitet hat bis zum Schluss, das war doch sehr gut. Wenn wir einen oder drei Punkte hätten holen wollen hätte es einen perfekten Tag gebraucht. Dann muss alles aufgehen. Dann dürfen keine Fehler gemacht werden, der Goalie muss noch mal drei Paraden mehr machen, die Schüsse von ihnen noch mal an den Pfosten statt rein und so weiter. Das zu realisieren ist aber schwierig. Es ist auch einfach ein unglaublich starker Gegner, alle Spieler auf dem Platz und auch jene auf der Bank sind Weltklasse. Wenn wir die Intensität aus diesem Spiel, dieses Teamwork und diesen Spirit auch in der Schweiz auf den Platz bringen können, dann bin ich mir sicher, dass wir alle Ziele erreichen werden.“

FCB-Sportchef Marco Streller: "Ich bin froh dass ihr das auch so seht wie ich, dass es trotz Niederlage eine ansprechende Leistung war. Am Anfang war sicher eine Unsicherheit da, das hat man gespürt. Aber dann nach dem 1:0 haben wir gespürt dass auch etwas geht wenn wir den Ball in den eignen Reihen haben. Die Stimmung war in der Pause sehr gut. Wir wussten aber auch dass sie auf stehende Bälle sehr gut sind. Das sind Typen von einer Grösse von 1 Meter 95, das kannst du nicht verteidigen. Trotzdem war es eine sehr ansprechende Leistung. Ich bin nicht einer, der Niederlagen gut redet, das war ich noch nie, aber das heute war ein Schritt in die richtige Richtung. Die zwei, drei Chancen, die wir hatten, musst du nutzen, wenn du aus einem solche Stadion etwas mitnehmen willst. Du kannst nicht immer drei Tore erzielen wie wir das vor sechs Jahren getan haben. Das ist aber kein Vorwurf. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die lebt, und die defensiv abgesehen von zwei, drei Flanken sehr gut war, und die sich in der zweiten Halbzeit auch offensiv etwas getraut hat und sich Chancen erarbeitet hat. Dieser Match war wichtig für uns alle, für die Mannschaft aber auch für mich persönlich. Wir haben einen guten Auftrit gezeigt und vor allem einen, auf den wir aufbauen können."