Seit drei Jahren in Dortmund, aber nie unbestritten. Trotzdem hat Roman Bürki im Sommer die Rückennummer 1 von Klub-Ikone Weidenfeller geerbt. Dass die Vereinsbosse ihn nach seiner Meinung zu Marwin Hitz gefragt haben, wertet er als Vertrauensbeweis. Überzeugte im Cup, doch die Kritik bleibt. Lothar Matthäus sagte: «Willst du zu den Besten gehören, brauchst du einen Top-Torwart. Das ist Bürki nicht.»
 Er sagte Vladimir Petkovic für die Fussball-WM ab. Marwin Hitz machte die Dinge schon immer ein bisschen anders: Er spielte nie in der Super League. Trotzdem wurde er Bundesliga-Stammspieler und Nationalspieler. Nach fünf Jahren in Augsburg wechselte er zu Dortmund. Dort ist er zunächst die Nummer 2 hinter einem Schweizer – wie zu Beginn der Karriere in Wolfsburg hinter Diego Benaglio.
 Erst elf Einsätze zählt der Verteidiger in der Bundesliga, gleichwohl fällt ihm bei Spitzenverein Dortmund nach dem Abgang von Sokratis die Rolle des Abwehrchefs zu. Manuel Akanji sagt: «Das traue ich mir natürlich schon zu.» Bei der WM hat er den Nachweis erbracht, dass aus ihm ein Weltklasse-Verteidiger werden kann. Unter dem Schweizer Trainer Lucien Favre ist Akanji neben Neuzugang Abdou Diallo gesetzt.
 Im Frühling durfte Gregor Kobel in Lugano als vierter Goalie bei der Nationalmannschaft schnuppern. Er spielte schon in der Europa League und zu Beginn der Saison auch im Cup. Vor drei Jahren war er für 150 000 Franken als Ersatzgoalie der U18 von GC in den Kraichgau gewechselt. Kommt Kobel zu seinem ersten Bundesliga-Spiel, freut das GC. Dann würde eine Prämie von 500 000 Franken fällig.
 Bei Hoffenheim hat Zuber seinen Platz auf der linken Seite an Nico Schulz verloren, im Cup spielte der Zürcher im defensiven Mittelfeld. Trotzdem sagt er, der 2014 aus Moskau kam: «Ich weiss genau, was ich an Hoffenheim habe. Ich habe hier einiges durchgemacht. Ich glaube, man spürt, wie sehr ich diesen Verein liebe.» Zubers Vorteil: Hoffenheim spielt erstmals in der Champions League und wird rotieren.
 Obwohl erst seit einem Jahr im Verein, wurde der Innerschweizer in Hannover als neuer Captain gehandelt. Den Vorzug erhielt zwar Eigengewächs Waldemar Anton, die Episode sagt aber viel über die Wertschätzung, die Schwegler bei den Niedersachsen geniesst. Schon in Hoffenheim und Frankfurt war er Captain. Schwegler ist gesetzt. Im Vorjahr verpasste er nur fünf Ligaspiele: drei Mal verletzt, zwei Mal gesperrt.
 Weil er es nie lange am gleichen Ort aushielt und in 14 Jahren für elf Vereine spielte, hält Gelson Fernandes einen Rekord: Er ist der erste Spieler, der in diesem Jahrtausend in vier der fünf grossen Ligen (England, Italien, Frankreich, Deutschland) ein Tor erzielt hat. Im Frühling gewann Gelson, der aus der Nationalmannschaft zurückgetreten
ist, mit dem DFB-Pokal erstmals einen Titel. Ein Grund mehr, zu bleiben.
 Seit elf Jahren hält der Innerschweizer für Hertha die Knochen hin. Doch die Konkurrenz im Zentrum ist gross: Arne Maier, Per Skjelbred heisst sie. Dazu der offensivere Vladimir Darida und der von Liverpool ausgeliehene Marko Grujic. Im Frühling hiess es, Lustenberger könne gehen: Mainz, Düsseldorf und Nürnberg zeigten Interesse.
2019 läuft der Vertrag aus. Im Cup kam Lustenberger nicht zum Einsatz.
 Die erste Bundesliga-Saison verlief für den ehemaligen YB-Goalie alles andere als zufriedenstellend. Er kam zu genau einem einzigen Einsatz (0:1 gegen Augsburg). Das soll sich unter Neo-Trainer Ralf Rangnick ändern. Der Plan ist, dass Mvogo vor allem in der Europa League regelmässig eingesetzt wird. Gegen Craiova (3:1, 1:1) und Zorya (0:0) stand er tatsächlich im Tor. In der Bundesliga ist Peter Gulacsi gesetzt.
 Seit vier Jahren ist Sommer die unumstrittene Nummer eins im Tor der «Fohlen». An seinem Status wird sich in der neuen Saison nichts ändern. Nach seinen starken Vorstellungen an der WM wurde während einiger Wochen darüber spekuliert, ob Sommer sich neu orientieren würde. Die Topklubs Barcelona und Arsenal sollen Interesse an Sommer bekundet haben. Ein Wechsel war aber nie Thema.
 Die Vorbereitung verlief für den ehemaligen FCZ-Junior alles andere als reibungslos. Erst machte ihm eine Patellasehnen-Entzündung zu schaffen. Dann musste er wegen einer Blinddarm-Entzündung zwei Wochen mit dem Training aussetzen. Ist er aber
fit, dann gehört Nico Elvedi in Gladbach zum Stammpersonal. Nach dem Zuzug von Michael Lang dürfte er wieder in die Innenverteidigung rücken.
 Der Mann, der sich aufmachte, die Bundesliga zu erobern, wurde schon nach wenigen Tagen durch eine Verletzung abrupt gebremst. Schon im zweiten Training erlitt Lang einen Teilriss des Aussenbands im rechten Knie. Noch ist nicht klar, wann der Ex-Basler seine Premiere im Dress der Fohlen geben wird. Klar ist dafür: Ist er fit, dann wird Lang für Trainer Dieter Hecking hinten rechts erste Wahl sein.
 Das erste Bundesligajahr war für den Youngster ein voller Erfolg. Denis Zakaria erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz. Umso überraschender ist, dass seine kurzfristigen Perspektiven nicht allzu gut sind: In Gladbach droht dem ehemaligen Young Boy nach einem Systemwechsel die Ersatzbank. Beim Cupspiel in Hastedt (11:1) musste er zuschauen. Im Dreier-Mittelfeld setzt Trainer Hecking momentan auf andere.
 Der grosse Pechvogel der vergangenen beiden Saisons steht vor einer ungewissen Zukunft am Niederrhein. Sein Vertrag läuft am Ende der nun beginnenden Saison aus. Und die Konkurrenzsituation im Gladbacher Sturm hat sich noch einmal akzentuiert. Für 23 Millionen Euro wurde Alassane Pléa aus Nizza geholt. Mit diesem Preisschild wird der Franzose gesetzt sein. Drmic muss auf seine Chance hoffen.
 Schafft der 20-Millionen-Transfer in dieser Saison den Durchbruch auf Schalke? Die Erwartungen an den Schweizer sind beim Traditionsklub unverändert gross. Im eher destruktiven System von Schalkes Erfolgstrainer Domenico Tedesco hat Breel Embolo seine endgültige Bestimmung noch nicht gefunden. Und die Konkurrenz im Sturm wurde mit der Verpflichtung von Mark Uth (Hoffenheim) nicht kleiner. Immerhin: Dank Champions League wird Tedesco kräftig rotieren müssen. Das ist Embolos grosse Chance.
 «Das hat mit Admir gut funktioniert», lobte VfL-Trainer Bruno Labbadia Mehmedi nach dessen gelungenem Auftritt in einem Testspiel, in welchem er als hängende Spitze agierte. Der Schweizer, der im Januar nach Wolfsburg gewechselt war, sich aber kurze Zeit später schwer am Fuss verletzte und lange ausfiel (inklusive WM), gilt als Hoffnungsträger der «Wölfe». Bleibt er gesund, ist er Stammplatz-Kandidat.
 Schaut man auf die Vorbereitungsspiele auf die neue Saison, dann zeichnet sich für Renato Steffen ein Zweikampf um einen Stammplatz ab – ausgerechnet mit seinem Landsmann Admir Mehmedi als Hauptkonkurrenten. Der Erlinsbacher kam seit seinem Wechsel im letzten Januar in 16 von 17 Bundesligaspielen zu Einsätzen. Was unterstreicht, dass man in Wolfsburg auf die Dienste des Flügelflitzers zählt.