Die Schweden zeigten sich in Jekaterinburg gut erholt von den Turbulenzen der letzten Tage, von der bitteren Niederlage gegen Deutschland und den Hasstiraden gegen Jimmy Durmaz, den vermeintlichen Hauptschuldigen für die Pleite. Mit viel mehr Offensivgeist als in den ersten beiden Partien traten sie gegen Mexiko an und überraschten die mit zwei Siegen in die Vorrunde gestarteten Mittelamerikaner.

Lange Zeit verhinderte die fehlende Effizienz, dass Schweden in Führung ging. Noch vor der Pause vergab die Mannschaft von Janne Andersson vier mehr oder weniger gute Möglichkeiten. Die Erlösung kam durch Aussenverteidiger Ludwig Augustinsson, der in der 50. Minute von der schwachen mexikanischen Abwehr alleine gelassen wurde und Goalie Guillermo Ochoa mit etwas Glück überwand.

Zehn Minuten später stellten sich die mexikanischen Verteidiger erneut schlecht an. Hector Moreno foulte im eigenen Strafraum Marcus Berg, und Andreas Granqvist erzielte seinen zweiten Treffer mittels Penalty.

Mexiko, das gegen Deutschland so überzeugend in die WM gestartet war und gegen Südkorea zumindest die Pflicht erfüllt hatte, zeigte einen nervösen Auftritt, tat bis zum 0:1 viel zu wenig fürs Spiel, wohl auch weil «El Tri» ein Remis zum Weiterkommen sicher gereicht hätte.

Wie wenig bei den Mexikaner an diesem Tag zusammen passte, veranschaulicht das 0:3, das Edson Alvarez mit einem Eigentor erzielte. Am Ende konnte es ihnen egal sein: Weil Deutschland patzte schafften auch sie den Vorstoss in den Achtelfinal.