1. Xherdan Shaqiri trifft nach Hausarrest

Unter der Woche durfte Xherdan Shaqiri nicht mit nach Belgrad. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp verzichtete wegen der Doppeladlergeste während der WM und den nicht enden wollenden Provokationen der Serben auf den Schweizer mit kosovarischen Wurzeln. Dieser konnte in der Champions League nicht mithelfen, die peinliche 0:2-Pleite der Reds abzuwenden.

In der Premier League gegen das Schlusslicht Fulham setzt Klopp wieder von Beginn an auf Shaqiri. Ein Glücksgriff. Der Schweizer gibt Vollgas, steht am Ursprung vieler Chancen und krönt seine Leistung in Minute 53 mit einem schönen Treffer.

Bei Shaqiri läufts.

  

Nach einem eigentlich geklärten Corner landet der Ball bei Linksverteidiger Andrew Robertson. Dessen perfekt getimte Flanke verwandelt der am Fünfmeterraum völlig vergessen gegangene Shaqiri mit dem linken Innenrist volley ins lange Eck. In der ersten Halbzeit hatte Mohamed Salah, Shaqiris Kompagnon aus früheren FCB-Zeiten, das 1:0 erzielt. Als der Schweizer Nationalspieler in der 81. Minute ausgewechselt wird, erheben sich die Zuschauer an der Anfield Road und applaudieren.

Liverpool bleibt durch den zehnten Sieg im zwölften Meisterschaftsspiel ungeschlagen, ist aber trotzdem nur Tabellenzweiter. Weil Leader Manchester City das Derby gegen Manchester United gestern mit 3:1 gewinnt, hat der FC Liverpool nach wie vor zwei Punkte Rückstand auf Titelverteidiger City. Shaqiri dürfte das zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht gross stören. Aufgrund guter Leistungen reist er mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zur Nati.

2. Mit und für Fabian Schär läufts endlich

Hätte Newcastle-Trainer Rafael Benitez doch nur schon früher auf Fabian Schär gesetzt. Nach zehn Spieltagen, an denen der Schweizer nur ein Mal 79 Minuten spielen durfte, holte Newcastle United nur drei Unentschieden und war Tabellenletzter. Vergangene Woche gegen Watford wurde Schär zur Halbzeit eingewechselt. Sein Team gewann noch mit 1:0. Vor zwei Tagen steht der Schweizer in der Startelf und die «Magpies» siegen zum zweiten Mal in Serie, diesmal mit 2:1 zu Hause gegen den FC Bournemouth.

Schär sieht in der 45. Minute die gelbe Karte. Es ist die dritte im dritten Einsatz für seinen neuen Klub. Anders als in der Nations League gegen Belgien ist Schär aber noch nicht wegen zu vieler Verwarnungen gesperrt.

3. Gladbach bleibt erster BVB-Verfolger

Vor dem Bundesliga-Spieltag behauptete Bayern-Präsident Uli Hoeness: «Wir sind Tabellenzweiter. Die Tordifferenz interessiert mich am 10. Spieltag nicht.» Tatsächlich war das punktgleiche Gladbach aber genau wegen dieser vor den Münchner Bayern klassiert. Mit Yann Sommer im Tor und Nico Elvedi und Michael Lang in der Viererkette lässt das defensiv starke Gladbach auch in Bremen nicht viel zu.

Gladbach-Angreifer Alassane Plea ist in bestechender Form.

  

Vorne macht der Franzose Alassane Plea drei Tore. Mit Denis Zakaria wird ein vierter Schweizer nach 68 Minuten eingewechselt, um die 3:1-Führung über die Zeit zu bringen. Das gelingt, und weil die Bayern gleichzeitig mit 2:3 gegen Dortmund verlieren, ist Gladbach jetzt auch in der Hoeness-Tabelle Zweiter.

4. Des einen Freud, des anderen Leid

Nati-Coach Vladimir Petkovic setzt in den kommenden Länderspielen gegen Belgien und gegen Katar auf sechs Spieler aus der heimischen Super League. Die Gemütslage der beiden Vereine, welche diese sechs Nati-Stars stellen, könnte vor dem Zusammenzug unterschiedlicher nicht sein. Nati-Debütant Jonas Omlin hält zwar einen Penalty und Albian Ajeti schiesst ein Tor: Der FC Basel verliert am Ende aber trotzdem 2:4 gegen Thun.

Nati-Debütant Jonas Omlin muss gegen Thun vier Mal hinter sich greifen.

  

Für die vier Berner läuft es gestern beim 3:2-Sieg in St. Gallen viel besser. Mit Loris Benito, Kevin Mbabu (zwei Vorlagen), Christian Fassnacht und Djibril Sow in der Startelf dreht YB erneut einen Rückstand in einen Sieg. Der Vorsprung des Zweiten Basel auf Leader YB beträgt jetzt 14 Punkte.

5. Xhaka-Lapsus kostet Arsenal Punkte

Was Granit Xhaka da wohl geritten hat? Der Schweizer Nationalspieler dachte wohl, dass der Ball, den er an sich vorbeikullern lässt, für einen Kollegen gedacht sei. Doch dem ist nicht so. Wolverhamtons Cavaleiro nimmt das Missverständnis dankend an. Einen Doppelpass später taucht er allein vor Arsenal-Keeper Bern Leno auf und erzielt das 1:0 für den Aufsteiger. Obwohl der Rückstand schon in der 13. Minute fällt, kann Xhakas Arsenal das Spiel nicht mehr drehen.

Immerhin gelingt Henrich Mchitarjan kurz vor Schluss noch der Ausgleich. So bleiben die «Gunners» seit Mitte August unbesiegt. Der Abstand auf Leader Manchester City beträgt jetzt allerdings – auch wegen dem Xhaka-Lapsus – schon acht Punkte.