Wegen der noch andauernden Ermittlungen wurde der Auftakt der Süperlig mehr als um einen Monat auf den 9. September verlegt. Aus dem selben Grund wurde bereits das für diesen Sonntag angesetzte Supercup-Spiel zwischen Meister Fenerbahçe und Cupsieger Besiktas verschoben.

In der vergangenen Saison sollen 19 Partien der ersten und zweiten Liga manipuliert worden sein. Über 30 Personen, unter ihnen Fenerbahçes Präsident Aziz Yildirim, sowie Funktionäre von Besiktas oder Trabzonspor sind im Juli verhaftet und verhört worden und warten auf den Prozess. Daneben wird auch in Finanzkreisen, so an der Istanbuler Börse, gegen Fenerbahçe und weitere Klubs ermittelt.

Fenerbahçe hatte sich durch 16 Siege in den letzten 17 Spielen der Saison 2010/11 den 18. Meistertitel (Rekord) geholt - dank der besseren Tordifferenz gegenüber Trabzonspor. Der türkische Verband hat bislang gegen die beiden Spitzenklubs keine Massnahmen getroffen. Beide Vereine sind bei der UEFA fristgerecht für die Champions League gemeldet worden. Das Gesetz sieht bei Manipulation im Fussball Höchststrafen von zwölf Jahren Gefängnis vor.