Eine Vertragsverlängerung ist es nicht. Denn der Kontrakt hatte bereits jetzt Gültigkeit bis im kommenden Sommer, war aber an gewisse Bedingungen geknüpft. Nun, "nach diversen Gesprächen über die Weihnachtstage", wie der FCB in seinem Communiqué schrieb, wurde die Option gestrichen, wonach sich die Zusammenarbeit bei Erreichen bestimmter sportlicher Ziele automatisch um ein Jahr verlängert. Deshalb war auch von einer vorzeitigen Vertragsanpassung und nicht von einer Vertragsverlängerung die Rede.

Die zum Trainingsauftakt bekanntgegebene Änderung sei ein "Vertrauensbeweis der Vereinsleitung", umschrieb es Yakin. "Das Verhältnis im Dreieck Technischer Stab-Team-Vereinsführung stimmt", sagte der Cheftrainer. Für Präsident Bernard Heusler geht es darum, mit Yakin auch in Zukunft das "hohe Level zu wahren". Seit Yakins Amtsantritt im Oktober 2012 als Nachfolger von Heiko Vogel resultierte der vierte Meistertitel hintereinander, dazu stiess der beste Schweizer Klub der letzten Jahre unter anderem dank Siegen gegen Zenit St. Petersburg und Tottenham in den Halbfinal der Europa League (Out gegen den späteren Gewinner Chelsea) und in den Cupfinal (Niederlage gegen GC im Penaltyschiessen) vor.

Ein Selbstläufer war Yakins Arbeit in den letzten Monaten indes nicht. Trotz zwei Siegen gegen Chelsea schied der FCB in der Vorrunde der Champions League aus, trotz der Leaderposition nach Meisterschaftshälfte verstummten die internen und externen Störgeräusche nie ganz. Und immer wieder wurde Yakin mit ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht. Nur bei Lazio Rom, so schrieb es zumindest die Nachrichtenagentur ANSA, soll der 39-jährige Ex-FCB-Spieler ab diesem Sommer aber auch wirklich ein Thema gewesen sein. Der Fokus gilt nun dem fünften Basler Titelgewinn in Folge (was Schweizer Rekord wäre), dem Cup-Nachholspiel in Le Mont und dem Europa-League-Sechzehntelfinal gegen Maccabi Tel-Aviv.