Auf dem beschaulichen Flughafen in Belp herrschte am frühen Nachmittag ein ziemliches Gedränge: Grosse und kleine Bernerinnen und Berner, die meisten in Gelbschwarz gekleidet, feierten in der Eingangshalle die "Helden von Zagreb".

Gross war der Jubel, als die Spieler um 13.52 Uhr die Halle betraten. "Aues geili Sieche" war als Schlachtruf zu hören, und natürlich immer wieder "Hopp YB".

Besonders gefeiert wurde der Serbe Miralem Sulejmani, der am Vorabend eine Hirnerschütterung erlitten hatte und ausgewechselt werden musste. Seine Halskrause kehrte als mögliche Devotionalie fürs YB-Museum zurück nach Bern, wie ein Fan mutmasste.

Auch der Flughafen Bern liess sich vom Gelbschwarzfieber anstecken. Der Kontrollturm war zur Feier des Tages mit einer riesigen Fahne geschmückt, auf der das Wort "Geyoungboyst" geschrieben stand. Die Fahne war am Tag nach dem Meistertitel bereits kurzzeitig am Berner Münster und später anderswo in der Stadt zu sehen.

"Geyoungboyst" ist eine Wortschöpfung von Fans, die das zum Erfolgsteam mutierte YB beschreiben soll. Jahrelang stand das Team im Ruf, im entscheidenden Moment zu versagen und einen möglichen Titel zu "veryoungboysen".

Gegen wen YB in der Champions League spielt, entscheidet sich bei der Auslosung am Donnerstagabend. Die Fans träumen von den Top-Klubs wie Real Madrid, Barcelona, Juventus oder Bayern München.