Nach einem schwachen Start kam der Superstar der Leichtathletik bei einem Gegenwind von 0,8 m/s nur mässig in die Gänge. Erst nach Rennhälfte setzte er sich mit raumgreifenden Schritten von Kim Collins (St. Kitts & Nevis/10,19) ab. Mit 0,180 Sekunden wies Bolt die schwächste Reaktionszeit aller Sprinter auf. Er blieb von der angekündigten Zeit unter 9,8 Sekunden weit entfernt.

Dabei hatte das Olympiajahr für den 25-Jährigen verheissungsvoll begonnen. Vor drei Wochen hatte Bolt in seiner Heimat in Kingston die Saison über 100 m mit 9,82 eröffnet und hält seither die Jahresweltbestzeit. Er wird allerdings hart bedrängt: Mit Weltmeister Yohan Blake (Jam), dem Amerikaner Justin Gatlin und dem Ex-Weltrekordhalter Asafa Powell (Jam) blieben im Mai drei weitere Sprinter unter 9,9 Sekunden.

Vor den Olympischen Spielen in London tritt Bolt in Europa noch dreimal in der Diamond League an: In Rom (31. Mai) und Oslo (7. Juni) sowie eine Woche vor London 2012 am 20. Juli in Monaco.