Räikkönen schaffte mit 1:19,119 Minuten und einem Durchschnittstempo von 263,587 km/h die schnellste Runde in der Formel-1-Geschichte. Den bisherigen Rekord hielt Juan-Pablo Montoya mit 1:19,525 (262,24 km/h). Vettel verlor als Zweiter 0,161 Sekunden.

Der Deutsche startet am Sonntag mit einem 17-Punkte-Rückstand auf Lewis Hamilton ins 14. Saisonrennen (214:231). Der britische Weltmeister steht zusammen mit Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas in der zweiten Startreihe. Der Rest des Feldes verlor schon eineinhalb und mehr Sekunden auf die beiden Topteams.

Die beiden Fahrer von Alfa Romeo Sauber-Ferrari schieden bereits nach dem ersten Teil der Qualifikation: Charles Leclerc klassierte sich im 17. Rang, Marcus Ericsson im 19. Rang. Weil Nico Hülkenberg wegen seines Startunfalls vor einer Woche in Spa und Daniel Ricciardo wegen diverser Wechsel von Antriebskomponenten in die letzte Startreihe versetzt wurden, rücken Leclerc und Ericsson auf die Ränge 15 und 18 vor.

Auch Ericsson, der am Sonntag 28-jährig wird, wurde um 10 Startplätze zurückversetzt. Grund: Nach dem Horror-Crash am Freitag bei Tempo 324 km/h musste das Hinwiler Team den ersten von zwei erlaubten Saison-Jokers ziehen, um das Wrack in der Nacht auf Samstag während der Sperrstunde (jeweils Arbeitsverbot zwischen 01.00 bis 09.00 Uhr) zu reparieren.

Wie eng das Mittelfeld zusammen liegt, zeigt die Tatsache, dass im Q1 zwischen Rang 8 (Esteban Ocon) und 17 (Leclerc) nur gerade 0,157 Sekunden lagen.