Es passiert kurz nach dem Start. Robert Wickens kollidiert mit dem Fahrer Ryan Hunter-Reay und wird von dessen Boliden bei hoher Geschwindigkeit aufgeladen und danach in die Abschrankungen und in den Fangzaun katapultiert. Nach mehreren Rotationen war der völlig zerstörte Rennwagen von Wickens auf der Strecke zum Stillstand gekommen.

Der Crash von Robert Wickens im Video

Auch die Fahrer James Hinchcliffe, Takuma Sato und Pietro Fittipaldi waren in den Unfall verwickelt, hatten sich dabei aber keine schweren Verletzungen zugezogen. Nicht so der Hauptverunfallte Wickens: Über den Gesundheitszustand des 29-jährigen Ex-DTM-Piloten, der seine erste volle Saison in der US-amerikanischen IndyCar-Serie bestreitet, gab es lange Zeit keine Informationen. Schon bald hiess es, Wickens sei zumindest ansprechbar. Dann, Stunden später in der Nacht auf heute Montag, veröffentlicht sein Team ein Statement zur Verletzung des Fahrers:

"Robert Wickens wird wegen Verletzungen an den Beinen, dem rechten Arm und der Wirbelsäule behandelt", heisst es in der Mitteilung. Ausserdem zog sich Wickens bei dem Crash eine Lungenquetschung zu. Eine Operation ist laut Angaben des Teams "wahrscheinlich".

Das Update zur Verletzung von Robert Wickens

Pocono: Berühmtberüchtigte Strecke

Mit mehr als zwei Stunden Verzögerung - der Fangzaun war auf einer Strecke von etwa 30 Metern völlig zerstört - konnte das Rennen schliesslich wieder aufgenommen werden. Zum Zeitpunkt des Abbruchs waren erst acht Runden gefahren gewesen, in Führung lag Ex-Formel-1-Fahrer Alexander Rossi. Der US-Amerikaner holte sich am Ende nach einer dominanten Vorstellung über die 200-Runden-Distanz auch den Rennsieg vor dem Sieger des diesjährigen Indy 500, Will Power.

Der Speedway in Pocono ist bei den Fahrern als "The Tricky Triangle" berüchtigt. Die drei Kurven sind ungewöhnlich eng und werden mit hohen Geschwindigkeiten durchfahren. Im Jahr 2015 verunglückte Ex-Formel-1-Pilot Justin Wilson in Pocono tödlich, als er von einem Trümmerteil am Kopf getroffen wurde. (sha/sid)