In den ersten drei Saisonrennen in der Königsklasse blieb für Tom Lüthi neben dem Gewinn an Erfahrung nichts Zählbares. Die Punkte verpasste er sowohl in Katar (16.) wie auch in Argentinien (17.) und zuletzt in Texas (18.). "Ich hätte gerne grössere Schritte nach vorne gemacht und natürlich nur allzu gerne auch Punkte gewonnen", gab der Emmentaler im Vorfeld des Rennens in Andalusien zu, dass er bislang (auch) seine persönlichen Erwartungen nach dem Aufstieg in die MotoGP-Klasse nicht vollumfänglich erfüllt hat.

Für den ersten Trainingstag in Jerez, wo er letzten November wegen seiner Fussverletzung nicht wie seine (Honda-)Konkurrenten testen konnte, nahm sich Lüthi vor, möglichst viele Runden zu fahren und sich dabei kontinuierlich an bessere Rundenzeiten heranzutasten. Das gelang dem 31-Jährigen aus Linden allerdings nur im ersten von zwei Trainings am Freitag.

1,6 Sekunden hinter der Spitze

Am Morgen büsste er trotz seinem Testrückstand auf dem Circuit in Andalusien nur rund 1,3 Sekunden auf die Bestzeit des Italieners Andrea Dovizioso ein. Damit entschied der Schweizer wie schon im Rennen in Austin den teaminternen Vergleich mit Franco Morbidelli für sich.

Allerdings am Nachmittag kehrte der Moto2-Weltmeister aus Italien den Spiess um. Morbidelli klassierte sich in der Endabrechnung um drei Zehntel vor Lüthi. Diesem blieb unter 25 Fahrern nur der 23. Platz, mit 1,627 Sekunden Rückstand auf den ebenfalls für Honda fahrenden Briten Cal Crutchlow.

Am Samstagnachmittag folgt für die MotoGP-Klasse das Qualifying, am Sonntag der Grand Prix (Start 14.00 Uhr).