Die Meldung kommt am Freitag Nachmittag kurz vor 15 Uhr. Der Druck auf Nati-Generalsekretär Alex Miescher ist zu gross geworden. Er tritt per sofort zurück.

Miescher: «Ich gehe mit dem Gefühl von Dankbarkeit»

Der Schweizer Fussballverband publiziert eine Rücktrittserklärung von Alex Miescher. Darin erklärt er: «Ich hatte neun Jahre das Privileg, alle faszinierenden Facetten des Fussballs zu erleben und mit zu gestalten, vom Kinderfussball, den Juniorinnen und Junioren, dem Regionalfussball bis hin zum Spitzensport, mit Frauen-Welt- und Europameisterschaften sowie drei Weltmeisterschaften in Südafrika, Brasilien und zuletzt in Russland.»

Das sei für ihn ein guter Zeitpunkt, um neue berufliche Wege zu gehen. Die letzten vier Wochen mit Missverständnissen und auch Fehlern in der Kommunikation würden seinen Rückblick zwar trüben, sagt Alex Miescher, doch er gehe «mit dem Gefühl von Dankbarkeit, erfüllende Jahre erlebt und Freunde fürs Leben gefunden zu haben.

Irritierend: Kein Wort der Selbstkritik. Kein Wort über die Doppelbürger-Affäre. Mit diesen Aussagen («Die Schweiz muss sich überlegen, ob sie künftig noch auf Doppelbürger setzen will.») hat er sein Ende selbst eingeleitet. 

Gilliéron: «Bedaure den Rücktritt»

Ebenfalls geäussert hat sich SFV-Präsident Peter Gilliéron via Communiqué. Er bedauert den Schritt von Miescher, kann ihn aber verstehen. Aber auch von ihm: Kein Wort der Selbstkritik.