Thomas ist nach Bradley Wiggins (2012) und Chris Froome (2013, 2015 bis 2017) der dritte Brite, der die «Grande Boucle» für sich entscheidet. Er empfinde seinen Triumph als «surreal», so der 32-jährige Waliser, der zuvor bei einem Dutzend Teilnahmen an einer grossen Rundfahrt nie besser als im 15. Rang klassiert gewesen war.

Bei den vier Triumphen von Froome befand er sich im Team Sky jeweils in der Rolle des Helfers. Heuer überzeugte Thomas bereits im Juni. als er ebenfalls in Frankreich die neuntägige Dauphiné-Rundfahrt gewann.

Dumoulin seinerseits belegte wie schon im Mai im Giro d'Italia den 2. Platz. Der Sunweb-Captain ist damit der erste Niederländer auf dem Tour-Podest seit 28 Jahren. Erik Breukink war im Juli 1990 bei Sieg des Amerikaners Greg Lemond Dritter geworden.

Erst vier Monate später kam Dumoulin zur Welt. Dritter der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt wurde Chris Froome. Der vierfache Tour-Sieger aus Grossbritannien zeigte mehrmals Schwäche und verpasste die Titelverteidigung um fast zweieinhalb Minuten.

Dritter Tour-Etappensieg für Kristoff

Alexander Kristoff sicherte sich den Sieg in der 21. und letzten Etappe, die über 116 km von Houilles auf die Pariser Champs-Elysées führte. Der 31-jährige Norweger triumphierte im Sprint vor dem Deutschen John Degenkolb und dem Franzosen Arnaud Démare. Für Kristoff war es der dritte Tagessieg in der Tour de France, der erste in diesem Jahr.

Alle vier am 7. Juli auf der Atlantikinsel Noirmoutier-en-l’Île gestarteten Schweizer beendeten die Rundfahrt. Als Bester klassierte sich der Thurgauer Stefan Küng im 53. Gesamtrang.

Die Spezialwertungen gingen an den Franzosen Julian Alaphilippe (Bergpreis) und den Slowaken Peter Sagan (Punkte), die in den vergangenen drei Wochen je zwei Etappen für sich entschieden. Sagan sicherte sich das grüne Trikot bei seiner siebten Tour-Teilnahme schon zum sechsten Mal, womit er den Rekord des Deutschen Erik Zabel egalisierte. Bester Jungprofi wurde der Franzose Pierre Latour.

Die 106. Tour de France startet am 29. Juni 2019 zu Ehren des Belgiers Eddy Merckx in Brüssel.