Sein Training terminierte der Langschläfer für einmal etwas früher, damit er um 15.00 Uhr Londoner Zeit pünktlich vor dem Fernseher sitzen konnte. Roger Federer gilt als Fussballfan und wollte sich den WM-Achtelfinal der Schweiz gegen Schweden nicht entgehen lassen. Er hatte im Vorfeld gesagt, er habe das Gefühl, diese Generation von Spielern sei bereit für einen Coup. Sie habe eine Siegermentalität entwickelt, die ein weites Vorstossen ermögliche.

Doch Federer wurde schwer enttäuscht. «Sehr enttäuscht. Ich erwartete mehr vom Team. Aber so ist es in der K.o-Phase. Ich habe schon das Gefühl, dass es eine verpasste Chance ist, aber Schweden war besser. Wir haben uns nicht genügend Chancen erarbeitet. Ich denke, wir haben gekriegt, was wir verdienen. Wir gehören wohl nicht zu den besten acht Teams der Welt», sagte Federer. Dann sagte er etwas, das wohl auch dem Trainer zu denken geben wird.

«Die Spieler müssen verstehen, dass du die Energie an jedem einzelnen Tag aufs Feld bringen musst, nicht nur in den Achtelfinals oder den Viertelfinals der WM. Im Training, im Spiel, du musst immer auf dem höchsten Niveau spielen, dann bringst du es auch in den wichtigsten Momenten», sagt Federer. Man könne es sich nicht erlauben, lethargisch aufs Feld zu kommen und denken, es komme schon gut. «Du bist immer nur so gut wie deine letzte Leistung.» (sih)