Alleine mit Preisgeld hat Roger Federer in seiner Karriere 115 Millionen Dollar verdient. Das heisst aber nicht, dass das Sackgeld für die Kinder Charlene Myla (8) und Leo und Lenny (3) besonders locker sitzt. Im Gegenteil, wie der Baselbieter nach seinem 6:2, 6:1-Erfolg gegen den Serben Filip Krajinovic (26, ATP 28) in der dritten Runde von Indian Wells verriet.

«Wir mieten hier seit vielen Jahren ein Haus», erzählte Federer. «In Miami wohnen wir dann in einem Hotel. Man gewöhnt sich an gewisse Routinen.» Vor allem seit sie Kinder hätten, sei das noch wichtiger geworden. «Hier springen sie in den Pool, verkaufen Limonade am Strassenrand. Gestern haben sie 70 Dollar verdient», erzählt Federer dem «Tennis-Channel».

Die Federer-Kinder, hier auf einem Bild aus Wimbledon, zeigen sich geschäftstüchtig.

Die Federer-Kinder, hier auf einem Bild aus Wimbledon, zeigen sich geschäftstüchtig.

Der stolze Vater der Jungunternehmer konnte dem Spektakel hingegen nicht beiwohnen. «Weil ich den ganzen Tag auf der Anlage war. Aber sie hatten eine grossartige Zeit und die Nachbarn waren sehr grosszügig», freut sich der 36-Jährige. Immerhin: Die vier Federer-Kinder sassen danach bei der überzeugenden Vorstellung gegen Kraijnovic im Publikum. 

Federer geniesst einen Freitag

Federer benötigte für den Sieg nicht einmal eine Stunde. Er gewann doppelt so viele Punkte wie sein Widersacher und einmal gelangen ihm 17 Punkte in Folge. Doch selbst wenn er den Punkt nicht gewann, zauberte er. Nach einem Aufschlag ins Seitenaus spielt er den Ball mit so viel Schnitt über die Netzkante, dass der Ball danach wieder auf seine Seite zurücksprang. 

Das Federer-Kunststück gegen Krajinovic

Gegner in den Achtelfinals ist der Franzose Jremy Chardy (31, ATP 100), gegen den er vor vier Jahren in Rom einmal verloren hat, in der Gesamtbilanz aber mit 3:1 vorne liegt. Zieht Federer in die Halbfinals ein, verteidigt er die Führung in der Weltrangliste. Am Dienstag hat der Baselbieter frei. Gut möglich also, dass er sich eine Limonade vom Federer-Stand gönnt.