Sein möglicher Rücktritt war nicht erst im Verlauf des vergangenen Winters ein Thema. Doch Simon Ammann will davon weiterhin nichts wissen. Der Toggenburger wird auch im nächsten Winter mit von der Partie sein. «Ich verspüre immer noch grosse Motivation und Freude, um hart an den Details zu arbeiten, die sich mir im Skispringen stellen», sagt der 36-Jährige.

Das vergangene Jahr habe ihm gezeigt, wie es möglich ist, auch mit 36 Jahren noch auf einem körperlichen Toplevel Wettkämpfe zu bestreiten. Weil sich das noch nicht ausbezahlt habe, sei der Wunsch gross, den perfekten Flug zu finden, sagt Ammann. Das habe ihn nach reiflicher Überlegung dazu bewogen, noch mindestens eine weitere Saison zu bestreiten.

Erstmals seit 2015 auf dem Podest

In der letzten Saison stand Ammann in Bad Mitterndorf als Dritter erstmals seit 2015 wieder auf einem Weltcup-Podest. Insgesamt verlief die Saison für den 36-Jährigen enttäuschend. Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang erreichte er auf der Normalschanze Rang 10, auf der Grossschanze wurde er 13. Im Gesamtweltcup erreichte er den 19. Schlussrang. 

Eigentlich zu wenig für einen, der 80 Mal auf dem Podest stand, 23 Siege feierte, 2010 den Gesamtweltcup gewann, vier Mal Olympia-Gold holte und als einer der höchst dekorierten Wintersportler gilt. Zudem ist Simon Ammann Vater von Théodore und Charlotte. Sie müssen einen weiteren Winter auf ihn verzichten. Der Traum vom Fliegen ist noch zu gross. (sih)