Marcel Hirscher errang nach 2013 und 2016 seinen dritten Slalomsieg in Levi. Insgesamt verbuchte der Weltcup-Gesamtsieger der letzten sieben Saisons seinen 59. Sieg im Weltcup, den 28. im Slalom. Er wurde allerdings hart gefordert von Kristoffersen, der 2014 in Levi triumphiert hatte, diesmal aber um 9 Hundertstel zu langsam war. Das Duo Hirscher/Kristoffersen fuhr im Hohen Norden in einer eigenen Liga und lag eine kleine Weltreise vor der Konkurrenz. Der schwedische Slalom-Olympiasieger André Myhrer verlor als Dritter 1,41 Sekunden.

Wie schon im letzten Jahr, als sich Daniel Yule und Luca Aerni Platz 4 geteilt hatten, wurde der beste Schweizer Vierter. Verantwortlich dafür war Ramon Zenhäusern, dem der teils steile Hang in Levi nicht sehr behagt und der deshalb mit seinem Abschneiden sehr zufrieden war, wenngleich letztlich zum Podest nur vier Hundertstel fehlten. Der Olympia-Zweite im Slalom steigerte sich gegenüber dem ersten Lauf um sieben Positionen.

Im Weltcup war Zenhäusern erst ein einziges Mal besser klassiert: Letzte Saison in Kranjska Gora, wo er es als Dritter aufs Podium geschafft hatte. Neben ihm reichte es von den Schweizern einzig dem sechstplatzierten Yule in die Top 10. Der Unterwalliser war im ersten Durchgang als Siebenter bestklassierter Schweizer gewesen.

Tanguy Nef - mit Nummer 40 auf Platz 11

Für die grosse Überraschung im Team von Swiss-Ski sorgte der Genfer Tanguy Nef. In seinem ersten Weltcuprennen schaffte es der mit Nummer 40 gestartete Romand gleich auf Platz 11. So steigen eigentlich nur künftige Champions ein. Nef machte sich mit seinem grossartigen Vorstoss ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk. Am Montag wird er 22 Jahre alt. In den letzten beiden Wintern fuhr Tanguy vor allem Rennen in Nordamerika, da er im US-Bundesstaat New Hampshire Informatik und Wirtschaft studiert.

Weltcuppunkte sicherten sich zudem Loïc Meillard, der sich im zweiten Durchgang vom 25. in den 14. Schlussrang verbesserte, sowie Luca Aerni, der das Rennen auf Platz 16 beendete.

Vorjahressieger Felix Neureuther konnte nicht antreten. Der Deutsche, der sich im Training den Daumen gebrochen hatte, musste verzichten. Selbst mit einer Spezialschiene war an einen Start nicht zu denken.