Brunner ist schon in seiner ersten Saison als Angestellter des österreichischen Skiverbandes im Begriff, die Speedfahrer wieder zu einer schlagkräftigen Truppe zu formen. "Es macht Spass, mit dieser Gruppe zu arbeiten", sagte Brunner am Vorabend des Super-G in Beaver Creek. "Alle ziehen an einem Strang, und auch Cheftrainer Andi Puelacher lässt mir meine Freiheiten."

Drei Speed-Rennen sind in diesem Winter bisher gefahren, die Bilanz aus Sicht der Österreicher liest sich mit fünf Podestplätzen hervorragend. Neben Kriechmayr schafften auch schon Hannes Reichelt mit 3. Rängen in den beiden Super-G sowie Max Franz und Matthias Mayer mit 2. Plätzen im Super-G beziehungsweise in der Abfahrt in Lake Louise Klassierungen in den ersten drei.

Sepp Brunner ist der Einstieg in seinem Heimatland also vollauf geglückt - für den im vergangenen März noch während des Weltcup-Finales in Aspen, Colorado, von den Verantwortlichen von Swiss-Ski auf stillose Art entlassenen Steirer eine besondere Genugtuung.

Mit den Entscheidungsträgern des ÖSV war sich Brunner schnell einig geworden. "Nach der Freistellung bei Swiss-Ski verschickte ich an mehrere Verbände mein Bewerbungsschreiben. Ich hatte auch andere Angebot, doch jenes vom österreichischen Verband war natürlich das lukrativste. Da musste ich nicht lange überlegen."