Der HC Laupersdorf will diese Saison den Titel verteidigen und zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte Meister werden. Dies hatte Trainer Michael Gerber vor dem Saisonstart unmissverständlich klargemacht.

«Wir müssen uns vor allem in der ersten Phase der Meisterschaft deutlich steigern im Vergleich zum Vorjahr», hatte er gefordert. Denn 2017 kamen die Thaler in der Qualifikation erst sehr spät auf Betriebstemperatur, mussten phasenweise gar um den Playoff-Einzug bangen.

HC Laupersdorf in ausgezeichneter Frühform

Die Mannschaft setzte die Vorgabe ihres Trainers heuer um. Der HC Laupersdorf präsentiert sich in ausgezeichneter Frühform: acht Spiele, acht Siege, mit mehr als neun Treffern pro Spiel die beste Offensivabteilung und mit 26 Gegentoren die beste Abwehr der Liga.

Auch die Skorerliste der Nationalliga A wird von den Laupersdörfern geprägt. Mit 19 Toren und 19 Assists ist Nicola Di Santo aktuell der produktivste Spieler der ganzen Liga. Gefolgt von Teamkollege und EHCO-Rückkehrer Diego Schwarzenbach mit 18 Treffern und 18 Vorlagen.

Auch international erfolgreich

Auch auf der europäischen Bühne waren die Laupersdörfer erfolgreich. Anfang April sicherten sie sich beim Finalturnier der European League in Frankreich den fünften Platz. Es war das erste Mal überhaupt, dass sich ein Schweizer Team unter den sechs besten Mannschaften des Kontinents positionieren konnte.

In der Gruppenphase gewann der HCL gegen Rubi Cent Patins (Spanien) und Köping (Schweden) und unterlag den Norton Cyclones aus England. In der Zwischenrunde verloren die Thaler dann gegen den HC Milano mit 1:5, gegen das französische Spitzenteam aus Rethel mit 2:6 und verpassten dadurch den Einzug in die Halbfinals.

Im Spiel um Platz fünf setzte sich der HC Laupersdorf gegen den lettischen Vertreter IHK Pirati Jelgava dann gleich mit 12:5 durch.

Wer gewinnt das Spitzenspiel?

In der Schweiz kann aktuell nur ein Klub mit den Laupersdörfern mithalten: die Keyplayers aus Embrach. Die Zürcher konnten ihre bisherigen acht Saisonspiele ebenfalls allesamt für sich entscheiden. Die Z-Fighters Oberrüti-Sins auf dem dritten Rang haben bereits 13 Punkte Rückstand auf das Leader-Duo.

Am Sonntag wird die Siegesserie eines der beiden Spitzenteams allerdings reissen, denn in Bülach kommts zum Schlagerspiel um den ersten Platz. Das zweite Quali-Duell findet erst Mitte Juni im Stadion Kleinholz in Olten statt.