Der Berner Tim Grossniklaus stösst zum Team von Headcoach Chris Bartolone. Der 184 cm grosse und 93 kg schwere Defensiv-Verteidiger stammt aus dem SCB-Nachwuchs und spielte letzte Saison, nach zwei ersten Profi-Jahren bei den Lakers aus Rapperswil, in der NLA für Davos und Genf-Servette. In der Saison 14/15 absolvierte er bereits 18 Spiele mittels B-Lizenz für den EHCO. Nun hat er in Olten für ein Jahr unterschrieben. Sportchef Marc Grieder: „Mit seiner physischen Spielweise ist Tim die gewünschte Verstärkung für unsere Verteidigung. Er bringt aber nicht nur Masse, sondern auch Talent mit. Und er ist einer, der unbedingt vorwärtskommen will.“ Grossniklaus steht ab sofort unter Vertrag und hat sich dem Sommertraining der 1. Mannschaft bereits angeschlossen.

Ausserdem hat der EHC Olten die B-Lizenz von Stürmer Roland Gerber gelöst, der sich ebenfalls per sofort dem Team anschliesst. Der 34-jährige hat einen weiterlaufenden Vertrag bei den SCL Tigers, erhielt zuletzt aber nicht mehr die gewünschte Eiszeit. Gerber bringt die Erfahrung von fast 600 NLA-Spielen für Bern, Genf und die Tigers mit, trug in Langnau als Assistenzcaptain viel Verantwortung. Auch mit seinem physischen Spiel – der Emmentaler Flügelstürmer ist 185 cm gross und 93 kg schwer – stellt er die gewünschte Bereicherung für das Oltner Kader dar. Die Ausleihe-Vereinbarung mit den SCL Tigers sieht vor, dass Roland Gerber die gesamte Saison beim EHC Olten bestreitet.

Fazit: Mit den Verpflichtungen von Grossniklaus und von Gerber hat die Mannschaft des EHC Olten einerseits noch etwas mehr von der gewünschten und gesuchten Wasserverdrängung erhalten. Dazu ist der Kader tiefer geworden. Für Headcoach Chris Bartolone ein doppelter Vorteil: Einerseits kann er die Karte "Konkurrenzkampf" noch mehr ausspielen, andererseits ist man im Falle einer Verletzungswelle wie in der letzten Saison, als bisweilen zehn Spieler gleichzeitig fehlten, besser gewappnet.

Gut möglich, dass Marc Grieder in den Wochen vor dem Saisonstart noch einmal aktiv wird auf dem Markt. Er hat diverse A-Klubs kontaktiert betreffend talentierten Nachwuchsverteidigern, die möglicherweise den Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen oder nicht genügend Eiszeit erhalten und in der Swiss League Spielpraxis benötigen.