Die als Nummer 8 gesetzte Tschechin spielte schlicht zu schnell für die Schweizerin. Insgesamt schlug sie 32 Winner (gegenüber 11 von Bencic) und machte nur 19 unerzwungene Fehler (13 von der Schweizerin). So war Bencic konstant unter Druck. Insgesamt kam sie nur Anfang des zweiten Satzes zu zwei Breakchancen, die sie aber nicht nützen konnte. Ansonsten war die 1,82 m grosse Kvitova bei eigenem Service nie in Gefahr.

Grosse Vorwürfe muss sich Bencic keine machen. Ihre gute Form hatte die Linkshänderin Kvitova bereits letzte Woche mit dem Turniersieg in Sydney unter Beweis gestellt. Nun war sie auch für Bencic eine Nummer zu gross. Immerhin konnte die Schweizerin die Partie im zweiten Satz deutlich ausgeglichener gestalten. Ein einziges Break zum 3:4 bedeutete die Entscheidung zu ihren Ungunsten.

Bencic hatte nicht das Gefühl, "viel falsch gemacht" zu haben. "Sie ist im Moment on fire und spielt sehr, sehr gut." Sie habe versucht, mehr Bälle ins Feld zu spielen, aber Kvitova habe es sofort bestraft, wenn sie auch nur ein wenig kürzer geworden sei. Insgesamt gehe sie aber doch mit einem guten Gefühl nach Hause. "Ich habe zwei toughe Matches gewonnen", strich sie als Positives heraus.

Im Achtelfinal trifft Kvitova, in dieser Verfassung eine Titelanwärterin, auf die erst 17-jährige Amerikanerin Amanda Anisimova (WTA 87).