Die 21-jährige Ostschweizerin erkämpfte sich gegen die zehn Plätze vor ihr klassierte Kasachin Julia Putinzewa einen 7:5, 4:6, 6:2-Sieg.

Die beiden lieferten sich einen Abnützungskampf voller Führungswechsel. Im ersten Satz führte Bencic 4:2, geriet 4:5 in Rückstand und gewann ihn 7:5. Im zweiten holte sie ein 0:4 auf, um dann dennoch 4:6 zu verlieren. Und im entscheidenden dritten Rückstand lag sie schnell 0:2 im Hintertreffen, ehe sie die letzten sechs Games für sich entschied. "Das ist halt Frauentennis", meinte Bencic lachend. "Ich musste immer die Balance finden zwischen aggressivem und abwartendem Spiel."

Jedes Game war hart umkämpft, auch weil weder die Schweizerin noch die Kasachin auf einen verlässlichen Service bauen konnte. Bencic erspielte sich nicht weniger als 21 Breakbälle, konnte aber nur deren acht verwerten. Selber musste sie aber auch sechsmal ihren Aufschlag abgeben. Wie in der 1. Runde gewann sie letztlich ohne spielerisch zu brillieren und dank mentaler Stärke und Kampfgeist.

Nun trifft sie am Freitag auf die zweifache Wimbledonsiegerin und aktuelle Weltnummer 6 Petra Kvitova aus Tschechien. Die Linkshänderin hat beide bisherigen Duelle mit Bencic ohne Satzverlust gewonnen, 2013 in Tokio und letztes Jahr im Fed Cup in Prag.