Wawrinka konnte den positiven Eindruck bestätigen, den er letzte Woche in Toronto hinterlassen hatte. Der 33-Jährige spielte speziell im ersten Satz gross auf, brillierte richtiggehend mit seinen wuchtigen Grundlinien-Schlägen und trat mit viel Autorität auf.

Dass nach der gut halbstündigen Galavorstellung die Präzision etwas nachliess und die Fehler sich phasenweise häuften, änderte nichts am viel versprechenden Gesamteindruck. Die Partie war für Wawrinka ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. «Ich bin zufrieden mit meinem Niveau. Ich spiele immer besser.»

Mit Schwartzman stand dem Schweizer, der in der Weltrangliste derzeit nur auf Platz 151 geführt wird, ein besonders unangenehmer Gegner gegenüber, der nie aufgibt und seit Anfang Jahr die beste Saison seiner Karriere zeigt. Der 25-Jährige stiess beim French Open bis in die Viertelfinals vor und kann auch auf Hartplatz gut spielen. Letzte Woche schlug er in Toronto Kyle Edmund und Sam Querrey.

Stan Wawrinka: «Ich bin zufrieden mit meinem Niveau. Ich spiele immer besser.»

  

Weiter geht es gegen Nishikori

Gegen Wawrinka zeigte Schwartzman im zweiten Satz, was ihn auszeichnet. Die Nummer 12 der Welt kämpfte sich in die Partie, brachte viele Bälle zurück und war in den entscheidenden Momenten angriffig. Wawrinka war zum Ende des zweiten Umgangs, den er mit drei Fehlern beschloss, und zu Beginn des dritten Satzes frustriert, fing sich aber wieder und konnte nach 115 Minuten einen verdienten und wertvollen Sieg feiern. Seit Anfang Jahr hat er mit Grigor Dimitrov (in Wimbledon) bloss einen Spieler geschlagen, der besser klassiert war als Schwartzman.

Als nächstes trifft Stan Wawrinka auf Kei Nishikori.

    

Weiter geht es für Wawrinka am Mittwoch mit dem neunten Duell gegen den Japaner Kei Nishikori (ATP 23). Die Bilanz ist ausgeglichen, die letzten beiden Partien 2016 bei den ATP Finals und 2017 in Brisbane gewann der Asiate. Wawrinkas letzter Sieg war gleichzeitig der bedeutendste gegen Nishikori. Er schlug ihn im Halbfinal beim US Open 2016 auf dem Weg zum dritten Major-Erfolg. Erinnerungen an solche Partien dienen Wawrinka auch als Motivation in seiner momentanen Situation. «Ich will wieder mein bestes Niveau erreichen. Ich bin überzeugt, dass ich es schaffen werde.»

Für Roger Federer begann das Turnier in Cincinnati mit dem ersten Match seit dem Out in Wimbledon in der Nacht auf Mittwoch. Der siebenfache Turniersieger, der sich schon seit zwei Wochen in den USA aufhält und seit Donnerstag in Cincinnati ist, bestritt nach einem Freilos seine Zweitrunden-Begegnung gegen den Deutschen Peter Gojowczyk (ATP 47).

Roger Federer spielt in Cincinnati seinen ersten Match seit Wimbledon. Er trifft auf den Deutschen Peter Gojowczyk (ATP 47).