6:3, 5:7, 6:7 (7:9), 6:7 (3:7) – für Roger Federer ist es eine Zahlrenreihe des Grauens. Schon in den Achtelfinals und am klaren Aussenseiter John Millman (ATP 55) zerschellen seine Hoffnungen auf einen sechsten Erfolg bei den US Open, den ersten seit zehn Jahren. Federer bewegt sich bei grosser Hitze und Luftfeuchtigkeit schlecht, serviert miserabel und scheitert in New York so früh wie seit 2013 nicht mehr und erstmals an einem Spieler ausserhalb der Top 50. Er muss gespürt haben, dass er nicht um den Titel spielen würde. Gleichwohl ist die Enttäuschung gross.

Roger Federer über...

...Hitze und Luftfeuchtigkeit

«Es war sehr heiss. Ich bekam kaum Luft, hatte Schwierigkeiten mit den Bedingungen. Es ist das erste Mal, dass mir das passiert ist. Ich habe unheimlich viel geschwitzt und sehr viel Energie verloren. Die Hitze ist im Stadion gestanden, das war hart. Aber John spielte auch besser als ich und kam mit den Bedingungen besser klar. Er kommt ja auch aus Brisbane und ist sich das eher gewohnt (lacht). Irgendwann war ich glücklich, als es vorbei war.»

Roger Federer kämpft mit den äusseren Bedingungen

...seine eigene Leistung

«Es soll keine Ausrede sein, ist aber eine Erklärung. Ich habe in härtere Bedingungen trainiert, auch tagsüber, bei 40 Grad. Manchmal passt es einfach nicht. Manchmal kommt der Körper mit dieser Belastung nicht klar. Alles war nass, alles klebt. Aber eben: Der Match war hart, ich wünschte, ich hätte die 2:0-Satzführung geholt. Dann wäre es vielleicht anders gelaufen.»

Roger Federer ist gerne zurück in New York

Gerne zurück in New York: Das sagte Roger Federer nach seinem gewonnen Startspiel gegen Yoshihito Nishioka vor den Medien.

...die Leistung seines Gegners

«Ich mag seine Einstellung. Er ist einer der Jungs, die dieses Spiel lieben, wie David Ferrer Ich bewundere diese Spieler und ihre Leidenschaft. Er trainiert hart, das habe ich vor ein paar Jahren gesehen, als er in die Schweiz gekommen ist, um mit mir zu trainieren. In diesem Jahr ist es etwas langsamer, das gibt ihm auch auch zusätzliche Optionen.»

Millmans Sieg ist eine Sensation

...seine Bilanz der letzten Monate

«Wimbledon habe ich erklärt. Cincinnati war okay, ein Turnier mit sehr heissen Bedingungen, das erste nach einer langen Pause und ich stand im Final. Damit war ich ziemlich zufrieden, um ehrlich zu sein. Der Final war schlecht, das kann es geben. Zudem stand Djokovic auf der anderen Seite, das kann es geben. Nun freue ich mich jedenfalls auf eine Pause.»

Zurück auf dem Boden der Realität

...seine weiteren Pläne

«Es war einfach eine dieser Nächte, in der es nicht gepasst hat. Das passiert. Nun gilt es, nach vorne zu schauen und eine Pause zu machen. Ich bin glücklich, dass ich mich nun ausruhen kann. Danach folgt der Laver Cup und hoffentlich ein starker Schlussspurt in diesem Jahr.»

Roger Federers Abschied aus New York

Roger Federer denkt nicht an einen Rücktritt im nächsten Jahr

Kein Rücktritt im nächsten Jahr

Roger Federer nach seinem Startspiel am US Open vor den Medien.