Roger Federer startet seine Titelverteidigung in Wimbledon am kommenden Montag um 14 Uhr gegen den Serben Dusan Lajovic. Die bisher einzige Partie gegen die Nummer 57 der Welt gewann der topgesetzte Schweizer vor einem Jahr ebenfalls in London in drei Sätzen.

In der 2. Runde wäre Federers Gegner der Slowake Lukas Lacko (ATP 94) oder der französische Qualifikant Benjamin Bonzi (ATP 285). Der erste echte Test dürfte gemäss Papierform im Achtelfinal gegen den als Nummer 16 gesetzten Borna Coric folgen. Der Kroate bezwang Federer am Sonntag in Halle im Final. Möglicher Viertelfinalgegner des Schweizers ist der Südafrikaner Kevin Anderson. Vorjahresfinalist Marin Cilic könnte im Halbfinal warten.

Die möglichen Gegner von Roger Federer im weiteren Turnierverlauf

Weniger Glück hatte bei der Auslosung Stan Wawrinka. Der auf Platz 225 zurückgefallene Waadtländer trifft zum Auftakt auf den als Nummer 6 gesetzten Bulgaren Grigor Dimitrov. Der hat zuletzt zwar auch keine grossen Stricke zerrissen, fühlt sich auf Rasen aber durchaus wohl. Ausserdem hat Wawrinka seit 2014 in vier Duellen mit Dimitrov nur noch einen Satz gewonnen.

Die andere Tableauhälfte scheint mit unter anderen Rafael Nadal, dem wieder stärker gewordenen Novak Djokovic, Alexander Zverev, Juan Martin Del Potro und Nick Kyrgios stärker besetzt. Der als Nummer 2 gesetzte Nadal startet am Dienstag gegen Dudi Sela (ATP 129). Die Weltnummer 1 hat zwar in diesem Jahr noch keine Partie auf Rasen gespielt, dürfte gegen den Israeli aber dennoch keine allzu grossen Probleme bekunden.

Besonders happig traf es Zverev, French-Open-Finalist Dominic Thiem, Djokovic und Kyrgios, die sich allesamt im gleichen Tableauviertel tummeln. Für Nadal scheint der Weg in die Halbfinals hingegen durchaus machbar. So weit ist er in Wimbledon seit seiner Finalniederlage 2011 gegen Djokovic nie mehr gekommen. Um die Nummer 1 zu behalten reicht ihm aber bereits ein Achtelfinal in jedem Fall.

Schwierige Aufgaben für die Schweizer Frauen

Keine einfachen Aufgaben erhielten die Schweizer Frauen zugelost. Belinda Bencic (WTA 61) beginnt gegen die als Nummer 6 gesetzte Französin Caroline Garcia. Ebenfalls Aussenseiterin ist Stefanie Vögele (WTA 95) gegen die als Nummer 17 gesetzte Australierin Ashleigh Barty.

Timea Bacsinszky (WTA 312) würde auf die amerikanische Rasenspezialistin Alison Riske (WTA 58) treffen, wenn sie sich nach ihrer Wadenverletzung für einen Start in Wimbledon entscheidet. Bencic und Bacsinszky könnten in der 2. Runde gegeneinander spielen, wenn beiden eine Überraschung gelingt.

Die einfachste Aufgabe scheint Viktorija Golubic zu haben. Die Nummer 100 bekommt es mit Ons Jabeur (WTA 130) zu tun. Die Tunesierin ist eine ehemalige French-Open-Siegerin bei den Juniorinnen, schaffte den Durchbruch bei den Frauen aber nie so ganz. Sie hat aber durchaus ein Spiel, das auf Rasen erfolgreich sein kann.

Die mit Spannung erwartete Rückkehr der siebenfachen Wimbledonsiegerin Serena Williams dürfte zunächst eher ruhig verlaufen. Die trotz eines Rankings von 183 als Nummer 25 gesetzte Amerikanerin trifft auf die Niederländerin Arantxa Rus (WTA 107). Erste gesetzte Gegnerin von Williams könnte in der 3. Runde die Ukrainerin Jelina Switolina sein.