«Roger Federer hat drei Millionen Franken an Preisgeld gewonnen und ich habe währenddessen 12'000 Franken verloren», sagt Roger Blattmann mit einem müden Lächeln.

Vor 14 Jahren schloss er mit seinem Kumpel Sebastian Schuler eine Wette ab. Roger Federer hatte gerade sein zweites Grand-Slam-Turnier gewonnen. Tennis-Fan Schuler ist überzeugt: Federer kann auch 20 Titel holen. Blattmann wettet dagegen. Den Einsatz notieren sie auf einem Bierdeckel: Der Verlierer muss den Gewinner zum Wimbledon-Finale einladen. Das Problem: Ein Ticket kostet umgerechnet fast 6000 Franken. Für den Hotelangestellten Blattmann alles andere als ein Schnäppchen.

Roger Federer knutscht seinen Pokal

Roger Federer knutscht seinen Pokal

Nach seinem 20. Grand-Slam-Titel präsentiert Federer seine Trophäe am offiziellen Fototermin. Dabei spricht er über seine Gefühle und Pläne.

Sein Kumpel jubelt währenddessen. «Man fühlt sich als Gewinner.», freut er sich gegenüber «Tele M1». Schuler zeigt aber auch Verständnis für Blattmann: «Kaum war der Match fertig, schrieb er mir, ich solle ihn jetzt in Ruhe lassen, weil er das erst setzen lassen müsse.»

Blattmann hat sich mittlerweile in einem Brief an Federer gewandt. Und hofft nun, dass dieser ihm hilft, günstig zwei Tickets zu ergattern. Eine Lehre zieht er aus der ganzen Angelegenheit: «Ich werde nie mehr gegen Roger Federer wetten. Das war ein riesiger Fehler.»