Die Partie zwischen Andreas Haider-Maurer (ATP 70) und Yann Marti (ATP 638) dauerte knapp mehr als eine Stunde und der Hauptunterschied lag beim Aufschlag. Währenddem der gross gewachsene Österreicher 6 Asse totalisierte und 70 Prozent erster Bälle im Feld hatte, kam Marti gerade mit dem zweiten Service nur zu wenigen Punkten (21 Prozent im ersten Satz, 38 total). Zudem konnte er keine seiner vier Breakchancen nutzen.

Für Marti war das Berner Oberland trotz der 1:6,4:6-Niederlage eine Reise wert. Er hat sich in Gstaad zum zweiten Mal in Serie für ein Tour-Hauptfeld qualifiziert, was ihm bislang an keinem anderen Ort überhaupt je gelungen ist.

Sadecky (ATP 401), der im Vorjahr durch einen Sieg gegen Marti seinen bisher einzigen Sieg auf der Tour gefeiert hatte, unterlag dem Australier Peter Luczak (ATP 248). Der Linkshänder hätte seine Wild Card fast mit einem weiteren Sieg honoriert, unterlag aber letztlich 6:3, 3:6,6:7 (4:7). Im Schlussdurchgang zeigte Sadecky viel Kampfgeist, als er ein 0:4 wettmachte und bei 4:5 drei Matchbälle abwehrte. Ein Doppelfehler bei 3:4 im Tiebreak machte dann aber seine Siegchancen zunichte.

Luczak bekommt es am Mittwoch mit einem weiteren Schweizer zu tun, aber mit einem anderen Kaliber. Sein Gegner heisst dann Stanislas Wawrinka, gegen den der australische Routinier beide bisherigen Partien verloren hat.