Australiens Tennisfans hätten einigen Grund, sich zu freuen. Drei einheimische Spieler schafften es in die 3. Runde des Heim-Grand-Slams, zwei davon noch im Teenager-Alter. Stattdessen tobt ein gehässiger Streit zwischen dem einstigen Wunderkind Bernard Tomic und der ehemaligen Nummer 1 Lleyton Hewitt.

Angefangen hatte es mit Vorwürfen von Tomic, der nach seinem Erstrunden-Aus am Montag erklärt hatte, Davis-Cup-Captain Hewitt würde seine Lieblinge bevorzugen - auch aus geschäftlichen Interessen. Am Donnerstag reagierte Hewitt, der seine Einzelkarriere vor drei Jahren beendet hatte, in der Pressekonferenz nach seinem Doppel. Tomic habe ihn und seine Familie bedroht und ihn zu erpressen versucht, um Wildcards zu erhalten. Mit dem einstigen Talent, das mit 18 Jahren im Wimbledon-Viertelfinal stand, rede er nicht mehr. Solange er etwas zu sagen habe, werde der mittlerweile 26-jährige Tomic auch nie mehr Davis Cup spielen.

Dem ebenfalls nicht pflegeleichten Nick Kyrgios hielt der ehemalige Wimbledon- und US-Open-Sieger die Tür hingegen ausdrücklich offen. Anfang Februar trifft Australien in Adelaide auf Bosnien-Herzegowina.