Nach einem 1:4-Rückstand im ersten Satz drehte Wawrinka (ATP 151) mit dem Gewinn von sieben Games in Serie die Partie. Unter den Augen von Davis-Cup-Coach Severin Lüthi erinnerte der 33-jährige Waadtländer dabei phasenweise an seine besten Zeiten. Er bewegte sich gut und setzte mit seinem druckvollen Grundlinienspiel den US-Open-Finalisten von 2014 immer wieder unter Druck.

Auch als sich Nishikori wieder gefangen hatte, blieb Wawrinka der Chef auf dem Platz. Während er sich beim Stand von 4:2 und 5:3 im zweiten Durchgang weitere Break- und erste Matchbälle erspielte, kam er bei seinem Aufschlag nie unter Druck. Nach knapp eineinhalb Stunden verwandelte Wawrinka mit einem Servicewinner seinen dritten Matchball, kurz bevor der Regen wieder einsetzte. Dieser hatte dafür gesorgt, dass die Partie erst mit zwei Stunden Verspätung begonnen hatte.

Am Donnerstagabend trifft Wawrinka in den Achtelfinals auf Marton Fucsovics (ATP 48) aus Ungarn, der sich gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez 6:7 (5:7), 6:4, 7:5 durchsetzte. Die beiden hatten bereits vor einer Woche in Toronto gegeneinander gespielt, als Wawrinka nach vier abgewehrten Matchbällen im Tiebreak des dritten Satzes mit 12:10 siegte.

Gewinnt Wawrinka erneut, würde er sich in der Weltrangliste wieder den Top 100 annähern. Und siegt auch Roger Federer gegen Leonardo Mayer, käme es in den Viertelfinals am Freitag zum Duell der beiden Schweizer. Letztmals waren sich Wawrinka und Federer im Final des Turniers in Indian Wells 2017 gegenübergestanden.