Im Frühjahr 2017 kündigte das Bundesamt für Sport (Baspo) die J+S-Ausbildungsvereinbarungen mit neun Jugendverbänden, weil diese Organisationen primär missionarisch tätig sind.

Grund für die Praxisänderung waren Urteile des Bundesverwaltungsgerichts. Dieses hatte wiederholt entschieden, dass stark religiöse Jugendorganisationen von der Unterstützung durch das Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) auszuschliessen seien.

Den 223 Jungscharen der betroffenen Verbände drohte das Aus. Schliesslich konnte aber eine befristete Lösung gefunden werden. Über eine Partnerschaftsvereinbarung wurde eine neu gegründete nationale Dachorganisation mit der Aus- und Weiterbildung von J+S-Leiterinnen und -leitern betraut. Die vom Ausschluss betroffenen christlichen Jungscharen können seither als Vereine dieser Dachorganisation beitreten und weiterhin von J+S-Geldern profitieren.

Dieser Partnerschaftsvertrag ist kürzlich um ein Jahr bis Ende 2019 verlängert worden, wie es in einer Mitteilung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) vom Dienstag heisst. Danach soll es eine unbefristete Lösung geben.

Die Anforderung von drei Vereinen mit eigenen J+S-Angeboten in mindestens zwei Sprachregionen könne mit der Aufnahme eines weiteren Vereins aus der Romandie erfüllt werden, schreibt die SEA. Zudem sollte Ende Jahr die Schwelle von zwanzig Mitgliedern erreicht sein. Damit stünde einer unbefristeten Lösung nichts mehr im Weg.