Nach der Dopinggeschichte um Bruno Gisler im Dezember ists ruhig geworden um den Solothurner Spitzenschwinger. Die am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf vorgenommene Dopingprobe zeigte die Einnahme der verbotenen Substanz Nikethamid an. Diese gehört zur Gruppe der Stimulanzien und führte zu einer halbjährigen Sperre, angeordnet von der Dopingkommission des Eidgenössischen Schwingerverbandes.

Der Bann läuft am 25. Mai ab. Wie Wettkampfanmeldungen erkennen liessen, kehrt Gisler auf die Schwingplätze zurück. Jetzt hat der 30½-jährige Rumisberger seine Comebackabsichten bestätigt: „Ja, ich werde voraussichtlich am Baselstädtischen Schwingertag am 29. Mai wieder an den Start gehen."

Beim Nordwestschweizer Kranzfestauftakt, dem Basellandschaftlichen Kantonalfest in Muttenz, darf Gisler noch nicht ins Geschehen eingreifen.

Angemeldet ist der letztjährige Weissenstein-Sieger jedoch für das Solothurner „Kantonale" am 1. Juni in Hägendorf sowie für das Aargauer Kantonalschwingfest am 15. Juni in Unterkulm.

Bruno Gisler trainierte trotz Dopingsperre weiter und bereitete damit seine Rückkehr auf die Schwingfestplätze Ende Mai seriös vor. Der Leader der Solothurner Schwinger verzichtet auf ein auswärtiges Teilverbandsfest, zieht jedoch nebst dem Heimauftritt auf dem Weissenstein auch die Bergfeste auf der Rigi und der Schwägalp in Betracht.

Duell gegen den König?

Bei der Rückkehr am Auffahrtstag in Basel wird er nebst der Nordwestschweizer Spitze auf starke Gästeschwinger aus anderen Teilverbänden treffen.

Am 15. Juni kommts für Gisler am Aargauer Kantonalfest in Unterkulm zum Wiedersehen mit Schwingerkönig Matthias Sempach. Dort sind auch die weiteren Nordwestschweizer „Eidgenossen" Remo Stalder, Christoph Bieri und Mario Thürig gemeldet.

Ob Bruno Gisler Gelegenheit erhält, sich gegen Sempach für die Startniederlage am „Eidgenössischen" in Burgdorf zu revanchieren, bleibt abzuwarten.