Der Gegner im Final sind die Kadetten Schaffhausen. Pfadis Matchwinner in Thun ist schnell gefunden: Torhüter Matias Schulz. Der argentinische Nationalkeeper spielte sich nach der Pause in einen Rausch und parierte nicht weniger als 16 Schüsse (total 20). Nach der ersten Halbzeit hatten die Gäste noch 14:15 in Rückstand gelegen, ehe sie bis zur 50. Minute auf 26:21 davonzogen.

Die starke Leistung der Pfader im Angriff war umso erstaunlicher, als sie kurzfristig auf den kranken Spielmacher Kevin Jud verzichten mussten. Die Winterthurer wirkten sehr fokussiert, agierten ruhig und abgeklärt. Aufbauer Peter Schramm zeichnete sich als siebenfacher Torschütze aus.

Der Thuner Trainer Martin Rubin gab sich nach der Partie als fairer Verlierer: "Wir haben es heute nicht verdient weiterzukommen. Es hat überall gefehlt." Dabei waren die Hoffnungen der Berner Oberländer gross gewesen, das entscheidende fünfte Spiel zu erreichen. Den Thunern mangelte es jedoch in dieser Saison an der Konstanz, um den Final zu erreichen. Immerhin können sie sich mit dem Cupsieg trösten.

Derweil gelang Pfadi die Revanche für die Finalniederlage vor einem Jahr gegen Wacker (1:3). Nun soll es endlich klappen mit dem ersten Meistertitel seit 2004. Die letzten vier Playoffs-Finals haben die Winterthurer allesamt verloren, wovon drei gegen die Kadetten (2011, 2014 und 2017).