Autodidakt Schwizer blieb mit Balou Rubin als einziger der neun Finalisten im mit 32'000 Franken dotierten Cupfinal fehlerlos. Sein elfjähriger Oldenburger, im Co-Besitz des Reiters und des Verbands-Vizepräsidenten Werner Rütimann, berührte in beiden anspruchsvoll gebauten Kursen keine einzige Stange. Schwizer verwies die überraschende Solothurnerin Barbara Schnieper aus Seewen mit Cicero und den Luzerner Niklaus Rutschi aus Alberswil mit der Schweizer Stute Pipilotta, die im ersten Umgang je einen Abwurf beklagten, auf die weiteren Podestplätze.

Schwizer, der im Vorjahr in St. Moritz mit Uderzo im Cupfinal triumphiert hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht: "Ich fuhr ins Tessin, um meinen Titel zu verteidigen. Ich bin stolz, dass mir dies gelang. Balou hat eine Super-Einstellung, war richtig in Spannung und ist sehr vorsichtig, wenn man ihn in seinem bevorzugten Rhythmus reitet und nicht überreitet."

Damit meint der ehemalige Weltranglistenerste, dass man den Dunkelbraunen nicht in zu hohem Tempo vorwärts drängt und nicht über Hindernisse von 160 cm Höhe hetzt. "Über Kurse von 145 bis 155 cm ist Balou Weltklasse und kann unheimlich viel gewinnen", fügte Schwizer an. Sein bewährtes Pferd hat dieses Jahr mit dem Cupsieg schon neun Springen gewonnen, vor Wochenfrist deren zwei beim CSI in Crans-Montana.