Titelverteidigerin Daniela Ryf benötigte in Südafrika für die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen 4:01:12 Stunden. Die zweitklassierte Charles, die nach dem Schwimmen noch um rund eineinhalb Minuten vor Ryf lag, sah sich letztlich um fast vier Minuten distanziert.

Ryf musste den Wettkampf wegen eines defekten Reissverschlusses mit oben offenem Rennanzug absolvieren. Sie verlor beim ersten Wechsel zwar einige Sekunden auf die Konkurrenz, danach aber liess sie sich von ihren Tenü-Problemen nicht mehr beeinflussen. Nach weniger als einem Drittel der Raddistanz schloss sie zu Charles auf und übernahm gleich die Führung.

Doch die Engländerin liess die folgenden 60 km nicht abreissen und wechselte zusammen mit Ryf auf die abschliessende Laufstrecke. Auf dieser sorgte die Titelverteidigerin schnell für klare Verhältnisse gegenüber Charles, die im vergangenen Oktober auch an der Ironman-WM auf Hawaii Zweite hinter der Schweizerin geworden war.

Vierter Triumph auch auf Hawaii?

Ryf ist die Rekordsiegerin der seit 2006 ausgetragenen 70.3-Ironman-WM. Die Solothurnerin hatte sich schon 2014, 2015 und im Vorjahr durchgesetzt. Ihr Saisonhöhepunkt folgt noch: Am 13. Oktober auf Hawaii, wo sie schon die letzten drei Jahre triumphiert hat, strebt Ryf nach ihrem ebenfalls vierten Titelgewinn über die Langdistanz.

Bronze ging an die 35-jährige Deutsche Anne Haug (6:09 zurück), die auf der Laufstrecke mit einer Zeit von 1:15:10 Stunden beeindruckte. Die britisch-schweizerische Doppelbürgerin Imogen Simmonds, am 5150 Switzerland in Zürich Zweite hinter Ryf, klassierte sich mit 13:27 Minuten Rückstand im 6. Rang.