Gerade weil die Welttitelkämpfe nur alle vier Jahre durchgeführt werden wie eine Fussball-Weltmeisterschaft, stellen sie in der Karriere einer Sportschützin oder eines Sportschützen einen Höhepunkt dar.

Der Schweizer Trainerstab unter der Leitung von Daniel Burger, Leiter Bereich Spitzensport des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV), hat die Ziele der Delegation auf die Weltmeisterschaften selber, aber auch auf die Sommerspiele in Tokio ausgerichtet. "Wir streben in Changwon einen Quotenplatz für 2020 und den Gewinn von vier Medaillen an", sagt Daniel Burger. Ob Edelmetall dabei in einer olympischen oder nicht-olympischen Disziplin errungen werde, sei sekundär. "Wie das Team zusammengestellt ist, sind unsere Erwartungen gerechtfertigt."

Die WM-Teilnehmer mussten an definierten Selektionswettkämpfen im Rahmen der Shooting Masters Mindestwerte erreichen. Möglich war eine Selektion auch über die Teamleistungen.

Der Star des Schweizer Aufgebots ist auch mit 49 Jahren Heidi Diethelm Gerber. Die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Rio 2016 wird in ihrer Paradedisziplin Sportpistole 25 m an den Start gehen. Für eine optimale Vorbereitung wird die Thurgauerin auch für die Luftpistole selektioniert, obwohl sie hier den Richtwert nicht erreicht hat.

Das Gewehr-Team der Frauen (Kleinkaliber 50 m) setzt sich zusammen aus Vanessa Hofstetter, Irene Beyeler und Nina Christen. Die drei haben im Dreistellungsmatch den Team-Selektionswert übertroffen. Alle haben auch einzeln die geforderten Werte erreicht. Gegen ihre Konkurrentinnen nicht durchsetzen konnte sich Petra Lustenberger. Die Luzernerin wird jedoch zusammen mit Christen und Hofstetter den Luftgewehr-Wettkampf bestreiten.

Bei den Männern werden im Gewehr-Dreistellungsmatch Jan Lochbihler, Christoph Dürr und Simon Beyeler um Medaillen schiessen. Lochbihler erzielte mit seinem Selektionswert von 1181 Punkten sogar ein Weltklasseresultat. Lochbihler und Dürr werden zudem die Wettkämpfe mit dem Luftgewehr bestreiten.