Trotz der klaren Niederlage ist es für die ohne sechs verletzte Stammspieler angetretenen Schweizer ein gutes Ergebnis. Sie beenden die Gruppenphase mit einem Torverhältnis von minus 41. Dieses dürfte im Normalfall reichen, um im nächsten Frühjahr nicht die Barrage um den Verbleib in der Gruppenphase der EM-Qualifikation bestreiten zu müssen. In diese werden die drei schlechtesten Teams der sieben Gruppen verwiesen. Finnland (-66) hat die SHV-Auswahl sicher hinter sich gelassen und die ebenfalls punktelosen Türkei (-40) und Israel (-40) treffen heute (Sonntag) mit Kroatien sowie Serbien auf Gegner, gegen die sie im Normalfall verlieren.

Zur Pause (9:19) hatte es nach einer deutlicheren Niederlage ausgesehen. Zwar zeigten sich die Schweizer vor 4700 Zuschauern in der ausverkauften Halle zu Beginn der Partie im Vergleich zum Spiel vom Mittwoch gegen Mazedonien (17:26) stark verbessert und hielten bis zum 8:11 in der 20. Minute gut mit. Sechs Minuten später betrug der Rückstand aber schon zehn Treffer (8:18). Dabei wurde der SHV-Auswahl schmerzlich aufgezeigt, wie auf dem Toplevel gespielt wird. 10:1 Kontertore lautete die Bilanz nach der ersten Halbzeit zu Gunsten der Franzosen, bei denen Kreisläufer Cédric Sorhaindo überzählig war und der frühere Welthandballer Daniel Narcisse nicht eingesetzt wurde.

Nach dem 14:26 (46.) hielten die Schweizer den Schaden jedoch in Grenzen - auch dank den Franzosen. Dies lag in erster Linie an Captain David Graubner, der fünf seiner sieben Tore in den letzten acht Minuten erzielte. Gar achtmal erfolgreich war Regisseur Andy Schmid, der sehr viel Verantwortung übernahm. Seinen letzten Treffer in der 58. Minute schoss der MVP der letzten beiden Bundesliga-Saisons in doppelter Unterzahl. Stark spielte in der zweiten Halbzeit auch Goalie Aurel Bringolf, dem neun Paraden gelangen. In den ersten 30 Minuten hatte Andreas Portmann sechs Schüsse abgewehrt.

EM-Qualifikation. Gruppe 6. Samstag: Frankreich - Schweiz 31:23 (19:9). – Sonntag: Mazedonien - Tschechien (17.45 Uhr). – Rangliste: 1. Frankreich 6/12 (201:145). 2. Mazedonien 5/5 (129:126). 3. Tschechien 5/5 (135:153). 4. Schweiz 6/0 (135:176). – Frankreich für die EM-Endrunde 2016 in Polen qualifiziert. – Modus: Top 2 und der beste aller Gruppendritten qualifizieren sich für die EM.

Die weiteren feststehenden EM-Teilnehmer: Kroatien, Norwegen, Dänemark, Schweden, Slowenien, Ungarn, Spanien, Deutschland.