Der eingewechselte Alexandre Pasche (77./Young Boys) und Orhan Mustafi (86./Basel) ermöglichten die spektakuläre Wende innerhalb von neun Minuten. Ein weiterer Punkgewinn am Montag gegen den Gastgeber würde der Equipe von Coach Claude Ryf zum Vorstoss unter die Top 4 Europas genügen.

Gegen England hatten die Schweizer zum Auftakt das 1:1-Remis in der Nachspielzeit erzwungen. Nun trug ihnen ein weiterer später Effort gegen die hoch einzustufenden Slowenen, die in der Qualifikation mit Russland und Holland zwei Schwergewichte ausgeschaltet hatten, drei Punkte ein.

In der 65. Minute verschaffte Fink der slowenischen Mannschaft mit reichlich Glück den ersten Vorteil. Seine missratene Flanke senkte sich hinter dem schuldlosen Schweizer Keeper Oliver Klaus. Unter Druck - und ab der 74. Minute (Gelb-Rot gegen Lazarevic) in Überzahl - war Ryfs nur zu Beginn nervöses Team zur Reaktion in der Lage.

Der wichtigste Erfolg auf der U19-Stufe seit der Halbfinalqualifikation im eigenen Land vor fünf Jahren ist in Griffnähe gerückt. Über die nötigen Qualitäten verfügen die Schweizer zweifelsfrei. Nur eine der letzten 13 Partien haben sie verloren - neun gewann die derzeit erfolgreichste Nachwuchsmannschaft.

U19-EM in der Ukraine. 2. Spieltag. Gruppe A. In Donezk: Schweiz - Slowenien 2:1 (0:0). Tore: 65. Fink 0:1. 77. Pasche 1:1. 86. Mustafi 2:1. - Ukraine - England 2:2 (1:1). - Rangliste (je 2 Spiele): 1. Schweiz 4 (3:2). 2. England 2 (3:3). 3. Ukraine 2 (2:2). 4. Slowenien 1 (1:2).