«Schwingerkönig Matthias Glarner nach Sturz schwer verletzt». So lautete der Titel der Meldung der Schweizer Nachrichtenagentur SDA Ende Juni 2017.

Was passiert war, liess so manchem Schweizer das Blut in den Adern gefrieren: Glarner war während eines Fotoshootings auf einer Gondel in Hasliberg am frühen Morgen zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Er verletzte sich schwer am Becken und am Sprunggelenk, aber er überlebte.

Und jetzt ist er wieder zurück im Sägemehl. «Es ist halt einfach eine Leidenschaft», sagt er im «SommerTalk» auf Tele Bärn.

«Einen Strich ziehen»

Was er auch sagt: In der ersten Nacht habe es genagt an ihm, «aber dann musst du auch einen Strich ziehen».

Glarner: „Es war mein Fehler.“

«Es war mein Fehler»

Neun Tage nach seinem 12-Meter-Horrorsturz aus einer Gondel spricht der Schwingerkönig Matthias Glarner mit den Medien. Er nimmt die Schuld auf sich. (Juli 2017)

Er sei mit dem Unfall, von dem er sagt, er sei zu 100 Prozent seine Schuld, wie mit einer sportlichen Niederlage umgegangen.

Nicht einfach ein bisschen dabei

Und auf eine solche folgt dann irgendwann der nächste Gang. «Mein Anspruch war, nicht einfach ein bisschen dabei zu sein, sondern wieder auf einem guten Niveau mitschwingen zu können.»

Er ist zufrieden mit seinen bisherigen Resultaten, doch er habe viel in seine Gesundheit investieren müssen, und «es ist noch nicht alles hundertprozentig gut». Vor allem sein Fuss habe sich immer wieder bemerkbar gemacht.

Matthias Glarners «Antrieb», sein «nächstes Highlight» ist das Eidgenössische Schwingfest 2019 in Zug. «Vielleicht ist es das letzte Highlight, wer weiss. Aber ich will dieses Fest noch einmal prägen.» (smo)

Sehen Sie hier den «SommerTalk» mit Matthias Glarner in voller Länge:

Matthias Glarner

Am Eidgenössisches Schwingfest 2016 in Estavayer setzt sich Matthias Glarner gegen Armon Orlik durch – die Bilder: