Die Olympia-Dritte Steingruber zog sich die Verletzung am Boden bei der Landung eines Doppelsaltos rückwärts gestreckt zu. Die 24-jährige St. Gallerin wird sich nach ihrer Rückkehr in der Schweiz einer Magnetresonanztomographie (MRI) unterziehen, um einen definitiven Befund zu erhalten.

Dieser wird die Schwere der Verletzung aufzeigen und ob Steingrubers Start bei der Kunstturn-Europameisterschaften vom 2. bis 12. August in Glasgow in Gefahr ist.

Ein Ausfall wäre für Steingruber ein herber Dämpfer. An der Heim-EM vor zwei Jahren in Bern gewann sie sowohl in ihrer Paradedisziplin Sprung als auch am Boden Gold. Insgesamt holte sie fünf EM-Titel. Dazu kommen je eine Bronzemedaille im Sprung an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro und den Weltmeisterschaften 2017 in Montreal.

Letztere war erstaunlich, hatte sich doch Steingruber im Januar 2017 einer Operation am rechten Fuss unterziehen müssen. Deshalb bestritt sie nach Rio bis zu den Schweizer Meisterschaften Anfang letzten September in Morges keine Wettkämpfe. Nun muss sie mit einer weiteren langen Pause rechnen.