Der Währungsbonus und der verschärfte Wettbewerb führen dazu, dass die Herbst- und Winterferien massiv günstiger weden. Die Zeitung «Schweiz am Sonntag» hat die druckfrischen Reisekataloge mit denjenigen im Vorjahr verglichen. Das Resultat: Die Arrangements sind bis zu 36 Prozent günstiger geworden, weil die Veranstalter beim Einkauf erstmals von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses profitieren konnten.

Bei ITS Coop Travel heisst es, man habe noch nie so günstige Flugpauschalreisen angeboten wie jetzt.  «Unsere Preise sind im Durchschnitt zwischen 10 und 30 Prozent günstiger als im Vorjahr, teilweise sogar noch mehr», sagt Andi Restle, Geschäftsführer bei ITS Coop Travel, zur „Schweiz am Sonntag“. Eine Woche Gran Canaria im 3-Sterne-Hotel (Doppelzimmer, Halbpension) kostet noch 813 Franken, im Vorjahr kostete dasselbe Arrangement 1279 Franken.

Bei Tui Suisse zahlt man für eine Woche Dominikanische Republik im 5-Sterne-Hotel nun 2229 Franken, im Vorjahr waren es noch 2532 Franken. Neben dem Währungsbonus drückt auch der verschärfte Wettbewerb unter den Airlines auf die Preise. Diese unterbieten sich besonders auf den Fernstrecken gegenseitig mit Rabatten. „Zusätzlich profitieren unsere Kunden in sehr vielen Hotels von Frühbucherrabatten, die von 5 bis 35 Prozent reichen», erklärt Tui-Sprecher Roland Schmid.

Die Konsumenten freuts, die Schweizer Tourismusbranche bangt hingegen um ihre einheimische Kundschaft. «Fernreisen sind schon verdammt günstig», sagt Kurt Baumgartner, Hotelkönig des Unterengadins, der die Situation der Hotellerie gut kennt, zur „Schweiz am Sonntag“. Er prognostiziert, dass in den Bergregionen jedes dritte Hotel nicht überleben wird, wenn der Franken so stark bleibt. In Graubünden, Tessin und Wallis würden in den nächsten Jahren «Hunderte von Hotels» eingehen.