Das Unternehmen Juul ist gerade dabei, das Milliardengeschäft mit Rauchern auf den Kopf zu stellen. Das Start-up aus San Francisco wächst mit seinen elektronischen Zigaretten rasant. Bald kommt Juul in die Schweiz, wie die SonntagsZeitung schreibt.

Das zeigt ein Stelleninserat, in dem Juul einen Kommunikations- und PR-Manager für die Schweiz sucht. Der soll die Marke Juul in «Schlüssel-Publikationen und einflussreichen Blogs» bekannt machen und PR-Kampagnen entwickeln.

Offiziell will Juul den Schweizer Markteintritt nicht bestätigen, doch ein Sprecher sagt zur SonntagsZeitung: «Nach dem Start in Grossbritannien evaluieren wir weitere Märkte in ganz Europa, inklusive der Schweiz.» In den USA gilt Juul bei Jugendlichen als cool. Das bereitet Suchtexperten Sorgen.

Das Design und Beiträge von Nutzern im Internet sprächen Junge an, sagt Thomas Beutler von der Tabakprävention Schweiz. «Juul dürfte auch hier wie in den USA schnell populär bei einem jungen Publikum werden. Die Gefahr, dass jugendliche Nichtraucher zu Juul greifen, ist gross.»

In den USA hat die Firma Rechtsfälle am Hals. Nutzer und besorgte Eltern haben das Unternehmen verklagt, weil es nikotinsüchtig macht.

Auch eine US-Generalstaatsanwältin hat Untersuchungen gegen das Unternehmen eingeleitet, weil das Marketing von Juul auf minderjährige Konsumenten zielen könnte.