Er habe die Alarmschreie der Züchter von Freiberger Pferden gehört, sagte Schneider-Ammann am Sonntag bei seinem Besuch. Ihre Probleme würden seriös geprüft und diskutiert. Nicht allein die Pferdezüchter und die Landwirte hätten zu leiden. Die ganze Wirtschaft sei herausgefordert, sagte der Bundesrat vor den Medien nach einem Treffen mit den Pferdezüchtern.

Die Landwirtschaft hänge von den anderen Wirtschaftszweigen ab. Diese bräuchten ihrerseits die von den Bauern heftig bekämpften Freihandelsabkommen dringend. Dass die Landwirtschaft auf dem Altar der Globalisierung geopfert werde, sei nie zur Diskussion gestanden.

Zu konkreten Forderungen der Züchter äusserte sich Schneider-Ammann nicht weiter. Die zuständigen Kommissionen des Parlaments nähmen am Montag die Beratungen der Landwirtschaftspolitik 2014 bis 2017 auf.

Die Züchter der einzigen einheimischen Pferderasse verlangen vom Bund vor allem eine Verdoppelung der Subventionen für Zuchtstuten von 400 auf 800 Franken. Das soll die Erneuerung der Rasse garantieren. Zudem sollen die Pferdeimporte eingeschränkt werden.

Olympiasieger begeistert gefeiert

Einen begeisterten Empfang erhielt der frischgebackene Olympiasieger im Springreiten, Steve Guerdat, am Sonntag. Zusammen mit Schneider-Ammann liess sich der Sportler aus dem Jura in einer Kalesche über den Parcours fahren. 15'000 Zuschauerinnen und Zuschauer jubelten. In der Kutsche sassen auch die Regierungspräsidenten des Jura und des Gastkantons Solothurn.

Guerdat sagte, die Freiberger Rasse repräsentiere gut die allgemeine Pferdenatur. Auch er sei schon zum Spass auf eines dieser Tiere gestiegen. Schneider-Ammann erklärte, der Olympiasieg sei Ausdruck des Zusammenspiels von Mensch und Tier. Dieses Phänomen spüre er auch am Marché-Concours.

Das traditionelle Treffen der Pferdefreunde und -züchter wurde seit Freitag von 60'000 Personen besucht. Ehrengast war der Kanton Solothurn.