Die CS-Ökonomen schätzen in der am Dienstag veröffentlichten Studie, dass der Schweizer Detailhandel 2018 die Umsätze trotz überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum nur um 0,4 Prozent steigern konnte. Der Grund für das magere Wachstum sieht die Grossbank einerseits in der sinkenden Kaufkraft. Weil 2018 in der Schweiz das Lohnwachstum geringer als die Inflation ausgefallen war, nahm laut der Studie die Kaufkraft der Schweizer Lohnempfänger insgesamt ab.

Andererseits habe auch im vergangenen Jahr in der Branche die Wettbewerbsintensität weiter zugenommen. Vor zehn Jahren hatte nur ein Drittel der Schweizer Detailhändler einen schlagkräftigen Konkurrenten aus dem Ausland. Heute dagegen sieht sich jeder zweite diesem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Das hat laut der Studie Folgen: In fast keinem westeuropäischen Land hätten sich die Detailhandelsumsätze, bereinigt um Inflation und Wirtschaftsentwicklung, zwischen 2005 und 2017 so schwach wie in der Schweiz entwickelt, schreiben die Autoren.

Umsatzmässig hat sich dieser Wettbewerbsdruck 2018 vor allem auf den Non-Food Bereich ausgewirkt. In diesem Segment sind die Verkaufserlöse 2018 gegenüber dem Vorjahr laut CS-Schätzung um 0,8 Prozent geschrumpft. Der Umsatz mit Nahrungsmittel dagegen soll um 1,5 Prozent zugelegt haben.

Für das laufende Jahr prognostiziert die Credit Suisse der Branche ein Umsatzwachstum von 0,4 Prozent. Der Non-Food Bereich soll dabei um weitere 0,3 Prozent schrumpfen. Im Lebensmittelhandel lautet die Prognose auf ein Wachstum von 1,3 Prozent.