Ich muss fast schon schelmisch lachen, wenn mit allen Mitteln versucht wird, den Sturmlauf des italienischen Modeproduzenten Moncler (Börsensymbol: MONC) zu stoppen: +80 Prozent beträgt die Bilanz über die letzten zwölf Monate an der Mailänder Börse. Noch ist die Börsenparty für meine Leserschaft nicht zu Ende: Laut meinen Berechnungen wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis im 2021 unter die Marke von 25 fallen. Aktuell liegen wir bei 33,6, was mehr als sportlich ist. Schon heute liegt die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital bei starken 27,6 Prozent und bis ins 2022 wird dieser Wert auf über 33 Prozent steigen. Bislang hat sich an der Piazza Affari, am Sitz der Mailänder Börse, meine Meinung durchgesetzt. (Nachkaufen)

 Geradezu fürstlich ist die Performance bei der VP Bank (Börsensymbol: VPBN): +37,1 Prozent beträgt die Kurssteigerung im Jahr 2018. Damit ist das Plansoll erfüllt und ein Nachkaufen zum jetzigen Zeitpunkt ist für den gewieften Anleger nicht mehr opportun. Ein Nachkaufen zum jetzigen Bewertungskurs würde meine Strategie ad absurdum führen: Geniessen Sie einfach den Anlagegewinn und verhalten sich ruhig dabei. (Fürstliche Performance aus Vaduz)

In absoluter Topform befindet sich die Siegfried Holding (Börsensymbol: SFZN): +37,4 Prozent lautet die Bilanz über ein Jahr, und der 1,55-Milliarden-Franken-Wert aus Zofingen wird Ihnen noch viel Freude bereiten. Nun habe ich einen spannenden Aspekt bei meiner Analyse um drei Uhr in der Früh entdeckt: Langsam beginnen verschiedenste Banken, auf leisen Sohlen wie ein Sioux auf dem Kriegspfad, die Gewinnschätzungen nach oben zu adjustieren, etwas was ich schon vor Monaten gemacht habe. Noch stehe ich aber alleine auf weiter Flur mit einer Kurs-Gewinn-Schätzung von 12,5 per 2021. Doch bereits vor mehr als fünf Jahren war ich schon heiss auf diesen Titel: +191,5 Prozent ist die Erfolgsbilanz seit dieser Zeit. Der Swiss Performance Index (SPI) erzielte einen Zuwachs von nur 37,2 Prozent im gleichen Zeitraum. (Nachkaufen unter allen Umständen)

Mit Freude weise ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, darauf hin, dass nun auch zwei europäische Finanzgiganten Feuer und Flamme in Sachen Louis Vuitton Moet Hennessy (Börsensymbol: MC) sind: +177,1 Prozent beträgt die Rendite über fünf Jahre bei reinvestierten Dividenden. Haben Sie einfach Verständnis, dass ich nun aber keine explizite Kaufempfehlung mehr auf den 155-Milliarden-Euro-Titel aussprechen kann: Die Bewertung sieht auf den ersten Blick nun doch recht strapaziert aus. (Vive la France)

Alles im Griff bei den Papieren der Jungfrau Bahn (JEF): Wie der schnellste Morgenbericht der Schweiz in Sachen Finanzmarktberichterstattung an der Zuger Gamma Financials berichtete, fand diese Woche der Dividendenabgang statt. Mit einer Kursperformance von +27,5 Prozent seit Anfang des Jahres können Sie beruhigt weiterhin auf diese äusserst lukrative Karte setzen. (Nachkaufverbot)

Gerne möchte ich Ihnen einen alten Bekannten wieder einmal in Erinnerung rufen: JB Hunt Transport Services (Börsensymbol: JBHT): +51 Prozent innerhalb von 365 Tagen. Der 14-Milliarden-Dollar-Wert begeistert durch Finanzkennzahlen, welche ausgezeichnet sind. Hier geht es auch um ein Spiel zwischen meinen Modellen und den Finanzdatenbanken der Giganten: Welche Zahlen entsprechen mehr der Realität? Bei einer Rendite von 30,5 Prozent auf das eingesetzte Eigenkapital per 2019 lehne ich mich sehr weit aus dem Fenster. Dieses Papier ist auf eine Frist von 18 Monaten auch bestens geeignet für den konservativen Investor. (Just buy it again)