Im Geschäftsjahr 2015 steigerte die Fluggesellschaft Swiss den Gewinn um 34 Prozent auf 453 Mio. Franken. Damit erzielte die Fluggesellschaft das drittbeste Ergebnis ihrer Firmengeschichte, schreibt die Airline in einer Mitteilung.

Das gute Ergebnis ist auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit Rückstellungsauflösungen und veränderter Meilenbewertung zurückzuführen. Einen positiven Ergebniseffekt hatte nicht zuletzt der tiefe Ölpreis.

Swiss mit mehr Gewinn: CEO Thomas Klühr zu den Gründen

Swiss mit mehr Gewinn: CEO Thomas Klühr zu den Gründen

Trotz Umsatzrückgang erzielte die Swiss 2015 34 Prozent mehr Gewinn. Der neue CEO Thomas Klühr über die Gründe für den guten Abschluss, die Kritik am neuen Tarifsystem für Europaflüge und die Erwartungen an den neuen Kurzstreckenflieger.

Trotzdem Gewinnsteigerung sank der Betriebsertrag 2015 um 3.5 Prozent auf 5‘035 Mio. Franken.

Belastet wurden die Erträge durch den anhaltend hohen Wettbewerbsdruck und den daraus resultierenden Zerfall der Durchschnittserlöse.

Auch der starke Franken nach der Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro habe das Ergebnis belastet.

Dass es trotzdem nicht so rund im vierten Quartal für die Swiss lief, zeigt sich an anderen branchenüblichen Kennzahlen. So ging von Oktober bis Dezember der Sitzladefaktor um 0,7 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent zurück.

Die verkauften Sitzkilometer reduzierten sich um 1,2 Prozent. Die beförderten Frachttonnenkilometer wiesen ein markantes Minus von 10,2 Prozent auf und der Frachtladefaktor lag um 3,3 Prozentpunkte unter Vorjahreswert.

Steigerung gegenüber 2014

Das adjustierte Betriebsergebnis erhöhte sich um 34 Prozent auf rund 450 Millionen Franken. Allerdings sagt dieSwiss in ihrer Mitteilung nicht, um welche Faktoren der operative Gewinn angepasst wurde. Auf dieser Berechnungsgrundlage sei aber das drittbeste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt worden, hiess es.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Swiss zudem 0,9 Prozent mehr Passagiere befördert. Damit hat die Fluggesellschaft mit 16,3 Millionen Passagieren einen neuen Rekord aufgestellt. Das Angebot war um 1,1 Prozent mehr Sitzkilometer ausgeweitet und die Anzahl verkaufter Sitzkilometer um 0,8 Prozent gesteigert worden. Die Auslastung der Flüge sank daher um 0,3 Prozentpunkte auf 83,4 Prozent.

Die verkauften Frachttonnenkilometer nahmen um 4,3 Prozent ab und der volumenmässige Frachtladefaktor sank um 3,5 Prozentpunkte.

Positiver Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich die grösste Schweizer Fluggesellschaft gut aufgestellt. Das Wettbewerbsumfeld bleibe äusserst anspruchsvoll und die Ergebnisentwicklung bleibe - wie bei jeder Airline - stark von der Entwicklung des Erdölpreises sowie den Währungsrelationen abhängig.

Das Ergebnis soll aufgrund der besonderen Währungssituation mit dem starken Franken leicht unter dem Niveau des Vorjahres zu erliegen kommen.

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